Trennung vom Emons-Verlag

Titelfoto: Verleger Hejo Emons (© Britta Schmitz)

Zwölf Jahre nach dem Erscheinen meines ersten Köln-Krimis „Millionenallee“ wurde die Zusammenarbeit mit dem Emons-Verlag beendet.

Crime Cologne Gründer

Die Gründer der Crime Cologne: Edgar Franzmann, Achim Mantscheff, Hejo Emons

Insgesamt habe ich fünf Kriminalromane bei Emons veröffentlicht (siehe meine Bücher), nach „Millionenallee“ folgten „Der Richter-Code“, „Adenauers Auge“, „Mord mit Rheinblick“ und „68“.

Nicht zuletzt wegen meiner Krebskrankheit konnte ich keine weiteren Köln-Krimis schreiben, was jetzt, Ende April 2021, zu der einvernehmlichen Trennung führte.

Meine Bücher sind vergriffen und werden nicht mehr nachgedruckt, Emons nimmt sie aus seinem Programm, auch die E-Books werden nicht länger vertrieben. Mit Ablauf des 30. April gehen alle Rechte an mich zurück.

Die Zusammenarbeit mit Verleger Hejo Emons war außergewöhnlich, und das betraf nicht nur die Publikation meiner eigenen Bücher.

Gemeinsam mit dem Kölner Gastronomen Achim Mantscheff gründeten Hejo Emons und ich im Jahre 2012 die „Crime Cologne“, das Kölner Krimi-Festival, das inzwischen fest zum Kölner Kulturkalender gehört. Drei Jahre später habe ich mich aus dem Vorstand zurückgezogen.

Hejo Emons mit allen "Glauser"-Preisträgern

Hejo Emons mit allen „Glauser“-Preisträgern 2014

 

Im Jahr 2014 erhielt Hejo Emons den „Ehrenglauser“ des Syndikats der deutschsprachigen Krimiautoren, dessen Sprecher ich damals war. Die Verleihung fand auf der „Criminale“ in Nürnberg statt, die Laudatio hielt Frank Schätzing.

Auch wenn ich keine weiteren Romane mehr schreiben sollte, die in das Programm des Emons-Verlages passen (zur Zeit schreibe ich an einem Wissenschaftsthriller), werden Hejo und ich in Kontakt bleiben. „Wenn die Zeiten wieder normal sind, treffen wir uns auf ein Kölsch bei der ‚Tant'“ schrieb Hejo in seiner jüngsten Mail an mich.

So soll es sein.

2 Comments

  • Lisa Graf-Riemann
    5 Monaten ago Reply

    Oh, klingt sehr tapfer und kollegial, Edgar. Aber weh tut es schon, wenn die eigenen Bücher aus dem Verlagsprogramm verschwinden. Mir auch. Hoffentlich bekommen sie noch ein zweites Leben, nach dem Leben bei emons.

    • edgarf
      5 Monaten ago Reply

      Ja, weh tut es schon. Mal sehen, ob und wie es ein zweites Leben gibt.

Kommentar verfassen

Start typing and press Enter to search