Fünf Jahre für einen Thriller

Mein bislang letzter Roman „68“ erschien vor fünf Jahren.

Im Sommer 2016 wurde mit „68“ mein bislang letzter Krimi veröffentlicht, ein Roman über Alt-68er, die plötzlich unter Mordverdacht geraten. Bis dahin schrieb ich meine Bücher in einem Rhythmus von anderthalb Jahren, diesmal benötigte ich volle fünf Jahre, bis mein neues Werk fertig war.

Aber was heißt schon fertig? Meine Version ist fertig, jetzt liegt sie bei meinem Agenten – und ich hoffe, dass ihm und seinen Lektoren das Buch gefällt und er einen Verlag dafür begeistern kann.

Hauptgrund für die Verzögerung war meine Krebskrankheit, die mich im Sommer 2018 heimsuchte: Akute Myeloische Leukämie (AML), und die Ende letzten Jahres erneut auftrat und Anfang 2021 zu einer Stammzelltransplantation führte. In den Tagen der akuten Behandlung war es mir nicht möglich, mich auf den Roman zu konzentrieren und ihn fertigzustellen.

Das Buch ist komplizierter als meine früheren Köln-Krimis. Es spielt in Berlin, Buenos Aires, San Francisco, Tijuana, Amsterdam und Kathmandu. Es ist ein Thriller, ein Wissenschafts-Thriller, ein Buch mit fast 700.000 Anschlägen inkl. Leerzeichen oder über 100.000 Wörtern, was im Druck einen Umfang von etwa 400 Seiten einnehmen wird.

Der „Held“ ist ein junger Wissenschaftler, der sich zum Ziel gesetzt hat, etwas zu erfinden, das alle Krankheiten der Welt besiegen soll. Klar, dass er seine Erfindung an sich selbst ausprobiert. Was er nicht vorhergesehen hat: Seine Erfindung teilt ihm mit, dass er an Krebs erkrankt ist.

Diese Krebserkrankung war von Anfang an geplant, also schon zu einem Zeitpunkt, als ich nicht wusste, dass ich selbst an Krebs erkranken würde. Mein Held sollte zunächst Magenkrebs bekommen, so hatte ich es in den ersten Fassungen geschrieben, später änderte ich das in Leukämie ab, nachdem ich mich – wenn auch ungewollt – mit dem Blutkrebs besser auskannte.

Das Buch ist dennoch alles andere als ein Krebs-Roman, es ist auch kein Corona-Roman, obwohl manche Fragen, die die Pandemie gestellt hat, mitverhandelt werden.

Angesiedelt habe ich das Buch im Jahr 2024/25, also der nahen Zukunft. Manches liest sich vielleicht utopisch, und ist doch nur Science Fiction im wörtlichen Sinne, eine Erzählung über Wissenschaft.

Das neue Buch ist auch ein Familienroman, ein moderner Familienroman mit Patchwork-Familien, die über mehrere Kontinente verstreut sind. Ich bin wirklich gespannt, wie und wann das Buch das Licht der Welt erblicken wird.

 

 

 

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