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	<title>franzmann.de &#187; Köln</title>
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	<description>Edgar Franzmann, Köln, Journalist und Schriftsteller</description>
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		<title>13. September: Start der Internetwoche K&#246;ln</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 14:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom 13. bis zum 19. September pr&#228;sentieren sich rund 90 K&#246;lner Unternehmen gemeinsam in der 1. Internetwoche K&#246;ln. Details zum Programm finden Sie unter http://iwcgn.koeln.de. Schirmherr der Internetwoche ist K&#246;lns Oberb&#252;rgermeister J&#252;rgen Roters, der die Teilnehmer am Montag, den 13. &#8230; <a href="http://www.franzmann.de/2010-09-06-internetwoche-koeln/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 13. bis zum 19. September präsentieren sich rund 90 Kölner Unternehmen gemeinsam in der 1. Internetwoche Köln. Details zum Programm finden Sie unter <a href="http://iwcgn.koeln.de" target="_blank">http://iwcgn.koeln.de</a>. Schirmherr der Internetwoche ist Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters, der die Teilnehmer am Montag, den 13. September, zu einem Empfang ins Rathaus einlädt. Im Rahmen des Empfangs findet auch eine Diskussion zum Thema “Internetstadt Köln” statt, zu der ich aufs Podium eingeladen wurde.<span id="more-1108"></span></p>
<p>Das genaue Programm von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr:</p>
<p>Begrüßung:<br />
Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln</p>
<p>Impulsreferat:<br />
Prof. Dr. Gisela Schmalz, Strategisches Management und Marketing, Rheinische Fachhochschule Köln</p>
<p>Diskussionsrunde:<br />
Ibrahim Evsan, Founder &amp; Managing Director, United Prototype<br />
Olav Waschkies, Director Strategic Marketing &amp; Mobile Internet, Pixelpark AG<br />
Edgar Franzmann, Chefredakteur koeln.de &amp; Bereichsleiter Content, NetCologne<br />
Michael Frenzel, Pressesprecher &amp; Bereichsleiter Unternehmenskommunikation, 1&amp;1 Internet AG und Sachverständiger der Enquete-Kommission “Verantwortung in der medialen Welt” im Landtag Rheinland-Pfalz<br />
Prof. Dr. Gisela Schmalz, Strategisches Management und Marketing, Rheinische Fachhochschule Köln</p>
<p>Moderation Valentina Kerst</p>
<p>Anschließend Networking</p>
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		<title>Mozart mit iPhone in der K&#246;lner Oper</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 12:26:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kultur & Szene]]></category>
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		<description><![CDATA[Mozarts Don Giovanni ist einer der gro&#223;en Verf&#252;hrer der Musikgeschichte. In der gefeierten Neuinszenierung in der K&#246;lner Oper bedient er sich der neuesten Technik: Mit Videokameras &#252;berwacht er seine Villa, mit dem iPhone f&#252;hrt er Buch &#252;ber seine tausendfachen Liebschaften. &#8230; <a href="http://www.franzmann.de/2010-06-28-mozart-mit-iphone-in-der-koelner-oper/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mozarts Don Giovanni ist einer der großen Verführer der Musikgeschichte. In der gefeierten Neuinszenierung in der Kölner Oper bedient er sich der neuesten Technik: Mit Videokameras überwacht er seine Villa, mit dem iPhone führt er Buch über seine tausendfachen Liebschaften.<span id="more-1077"></span></p>
<p><div id="attachment_1080" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/don-giovanni_250.jpg"><img src="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/don-giovanni_250.jpg" alt="" title="don-giovanni_250" width="250" height="370" class="size-full wp-image-1080" /></a><p class="wp-caption-text">Don Giovannis Diener Leporello (Mikhail Petrenko) führt Donna Elvira (Maria Bengtsson) die Liebeslisten seines Herrn auf dem iPhone vor — Foto: Forster </p></div>Allein in Spanien, so will es das Libretto der Oper, hat der reiche Schwerenöter 1003 Geliebte. Wer ihm nicht glaubt, dem beweist er das Gegenteil durch die Adressliste in seinem iPhone, wo alle Eroberungen mit Bild und Adresse dokumentiert sind, bei Bedarf kann das alles auch noch mit Google-Maps angezeigt und per Beamer an die weißen Wände projiziert werden.</p>
<p>In der Kölner Oper bringt das einige Lacher und ist nur ein Beleg für Uwe Eric Laufenbergs Regiekonzept, der Don Giovanni konsequent in der heutigen Zeit spielen lässt.</p>
<p>Dass “Masetto” und “Zerlina” als türkisches Brautpaar in trister Hochhauslandschaft erscheinen, macht in Köln Sinn. Aber dass Frauen und Männer sich in Burkas maskieren und zum Schluss des ersten Aktes sich alle in einer großen Orgie mit nackten Brüsten und bloßen Hintern vereinigen, müsste nicht wirklich sein.</p>
<p>Unterhaltend ist dieser Abend allemal, auch wenn der zweite Akt sich etwas in die Länge zieht. Man möchte dem Intendanten den Mut wünschen, manches zu streichen, was selbst Mozart nicht immer aufführen ließ.</p>
<p>Musikalisch und gesanglich ist dieser Don Giovanni ein Hochgenuss. Christopher Maltmann, britischer Bariton in der Titelrolle, Simone Kermes als “Donna Anna”, Mirko Roschkowski als “Don Ottavio”, Maria Bengtsson als “Donna Elvira”, Mikhail Petrenko als “Lepoprello”, Wolf Matthias Friedrich als “Masetto”, Claudia Rohrbach als “Zerlina” und Nikolai Didenko als “Komtur”  liefern eine geradezu himmlische Vorstellung, bestens unterstützt vom Gürzenich-Orchester unter Markus Stenz.</p>
<p>Im Herbst geht diese Produktion auf China-Tournee und wird in Shanghai und Peking zu sehen sein. Musikfreunde in Köln und Umgebung haben es besser, sie können diesen großartigen Abendim Opernhaus am Offenbachplatz erleben. Nächste Vorstellungen: Mi 30. Jun. 2010, Fr 02. Jul. 2010, So 04. Jul. 2010, Do 08. Jul. 2010, So 11. Jul. 2010.</p>
<p>(geschrieben für <a href="http://www.koeln.de/koeln/kultur/mozart_mit_iphone_in_der_koelner_oper_331655.html">koeln.de</a>)</p>
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		<title>Tom Gerhardt &#252;ber “Millionenallee”: “Unbedingt lesen!”</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 11:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wusste, dass Comedian Tom Gerhardt (Hausmeister Krause) im “Stadtgespr&#228;ch” auf center.tv mein Buch “Millionenallee” erw&#228;hnen w&#252;rde, aber dass er es so &#252;berschwenglich lobte, damit hatte ich nicht gerechnet. Der Comedian &#252;ber meinen K&#246;ln-Krimi: “Den will ich unbedingt lesen. Edgar &#8230; <a href="http://www.franzmann.de/2009-12-05-tom-gerhardt-ueber-millionenallee-unbedingt-lesen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=franzmann-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3897056313" align="right" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Ich wusste, dass Comedian Tom Gerhardt (Hausmeister Krause) im “Stadtgespräch” auf center.tv mein Buch “Millionenallee” erwähnen würde, aber dass er es so überschwenglich lobte, damit hatte ich nicht gerechnet. Der Comedian über meinen Köln-Krimi: “Den will ich unbedingt lesen. Edgar Franzmann ist ein toller Schreiber.”<span id="more-802"></span></p>
<p>Nach der Aufzeichnung des Talks hatte mich Thomas angerufen: “Man hat mich gefragt, was ich zur Zeit lesen würde, da habe ich dein Buch erwähnt.”</p>
<p>Die Erstausstrahlung des “Stadtgesprächs” war Freitagabend (4.12.2009), die ich nicht sehen konnte. Dafür habe ich mir die erste Wiederholung am heutigen Samstag um 11 Uhr angesehen. Es war kurz vor Schluss der 45-Minuten-Sendung, als Moderator Steffen Reeder fragte, ob Tom viel lese.</p>
<p>Und dann sprudelte es regelrecht aus Tom Gerhardt raus: “Ja. Und als nächstes will ich unbedingt ‘Millionenallee’ von Edgar Franzmann lesen. Dieser Köln-Krimi hat eine außergewöhnliche Figurenkonstellation, einen Millionenerben und einen Bettler, der auf dem Melatenfriedhof wohnt, die gemeinsam ein Verbrechen aufklären. Ich kenne Edgar Franzmann aus einer gemeinsamen Zeit bei der Zeitung, ich weiß, dass er ein toller Schreiber ist.”</p>
<p>Vor vielen Jahren, als er am Anfang seiner Karriere stand, waren wir mal Kollegen im Kultur-Ressort des EXPRESS, als die Kölner Boulevardzeitung sich noch eine eigenständige “Kultur” leistete. Wir redigierten gegenseitig unsere Texte,  schön, dass er mich trotzdem in so guter Erinnerung hat.</p>
<p>Das center.tv-Stadtgespräch mit ihm war sowieso sehr unterhaltend. Wer Tom Gerhardt mal etwas privater erleben will, wird überrascht sein, wie brav und bürgerlich er aufgewachsen ist, ehe er seine speziellen  Typen auf die Bühne brachte. </p>
<p>Nächste Wiederholungen des Stadtgesprächs mit Tom Gerhardt auf center.tv Köln: Sonntag 6.12. (21 h), Montag 7.12. (11 h und 15 h).</p>
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		<title>Einmal Wagner bitte mit W&#252;rstchen und Senf</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 23:05:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kritik der Premiere “Tristan und Isolde” in der Oper K&#246;ln am 22. M&#228;rz 2009, geschrieben f&#252;r koeln.de Von EDGAR FRANZMANN Wer sich auf eine Wagner-Oper einl&#228;sst, wei&#223;, was er wagt: Unter f&#252;nf Stunden geht es selten ab. Die K&#246;lner Premiere &#8230; <a href="http://www.franzmann.de/2009-03-23-einmal-wagner-bitte-mit-wuerstchen-und-senf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kritik der Premiere “Tristan und Isolde” in der Oper Köln am 22. März 2009,<br />
<a href="http://www.koeln.de/koeln/kultur/einmal_wagner_bitte_mit_wuerstchen_und_senf_144605.html">geschrieben für koeln.de</a></p>
<p>Von EDGAR FRANZMANN</p>
<p>Wer sich auf eine Wagner-Oper einlässt, weiß, was er wagt: Unter fünf Stunden geht es selten ab. Die Kölner Premiere von “Tristan und Isolde” am Sonntagabend war nach  vierdreiviertel Stunden zu Ende — danach begann das Spektakel im Parkett und auf den Rängen mit einem vielstimmigen Konzert aus Buh-Rufen und Beifall.</p>
<p>Der erste Buh-Ruf kam so punktgenau und so kraftvoll nach dem letzten Ton des dritten Aktes, dass man dahinter eine musikalische Fachkraft vermuten durfte, die mit dem Gebotenen nicht zufrieden war. Wagner-Opern sind ja unter anderem auch dadurch gekennzeichnet, dass das Publikum aus Experten und Jüngern besteht, die Aufführungen ihres Lieblingskomponisten auf allen Kontinenten begutachten, und vor allem natürlich in Bayreuth, dem Tempel der Wagnerianer. Da kann Köln nicht mit.</p>
<p>Ein Kenner, von dem ich weiß, dass er Musik studiert hat, erläuterte mir, dass es Wagner-Sänger und Sängerinnen gebe, die drei bis vier Klassen höher anzusiedeln seien als die Kölner Protagonisten Annalena Persson (Isolde) und Richard Decker (Tristan). Die beiden wurden am Ende böse ausgebuht. Das tat sogar meinem studierten Kenner leid. Mein Urteil fiel ohnehin besser aus, und ich war nicht der einzige, der klatschte. Ungeteilten Beifall bekamen aber nur Samuel Youn (Kurwenal) und Alfred Reiter (König Marke).</p>
<p>Die heftige Reaktion des Publikums beweist aber auch, dass die Aufführung nicht ermüdend war. Die Einschlaf-Quote blieb gering, da habe ich mal bei einer Robert-Wilson-Inszenierung in Hamburg viel mehr Geschnarche erlebt. Die Kölner Inszenierung von David Puntney, Intendant der erfolgreichen Bregenzer Festspiele, entließ die Besucher, die bis zum Schluss blieben, hörbar munter nach Hause.</p>
<p>Ein Vater in der Reihe hinter mir hatte seinen 11-jährigen Sohn mitgebracht. “Als Belohnung oder als Strafe?”, fragte ich. Der Vater nahm die Frage mit Humor. Sein Sohn singe selber im Kölner Domchor und habe schon einige Opern-Erfahrung. Eigentlich wollten sie sich in Bonn Mozarts “Entführung aus dem Serail” ansehen, weil der Junge das gerade in der Schule durchnehme. Das habe aus Termingründen nicht geklappt, da sei man auf den Wagner ausgewichen.</p>
<p>Der Junge stand den Opern-Marathon locker durch. Der zweite Akt habe ihm am besten gefallen. Das kann man nachvollziehen, denn im zweiten Akt ging es so richtig rund. Auf der Bühne (Bühnenbild: Robert Israel) stapelten sich überformatige Klötze, Platten und Latten, die wie ein Holzspielkasten wild durcheinander gekippt waren, aber dadurch, dass sie auf der Drehbühne langsam rotierten, beständig neue Eindrücke und überraschende Einblicke boten, was durch den bunten Licht-Einsatz (Licht: Hans Toelstede) noch verstärkt wurde.</p>
<p>Die anderen Bilder malten eher Grau in Grau. der erste Akt spielt auf einem Schiff auf hoher See, der dritte Akt auf einem Friedhof, wobei Tristans Sarg passenderweise auch wieder Schiffsform zeigt.</p>
<p>Worum geht es in dem Stück? Ich mache es mir einfach und zitiere den Inhalt aus dem Programmheft. Ungekürzt. Da heißt es:</p>
<p>“1. Aufzug — Isolde wird von Tristan für König Marke von Irland nach Kornwall gebracht. Isolde will mit Tristan den Tod trinken. Tristan will mit Isolde den Tod trinken. Isoldes Vertraute Brangäne vertauscht Todes– und Liebestrank.</p>
<p>2. Aufzug — Isolde erwartet Tristan. Brangäne warnt vergebens. Tristan und Isolde vergessen die Welt. Melot verrät sie. Sie werden von König Marke entdeckt. Tristan stürzt in Melots Schwert.</p>
<p>3. Aufzug — Tristan erwartet den Tod. Sein Vertrauter Kurwenal hat nach Isolde geschickt. Tristan stirbt mit Isoldes Ankunft. Brangäne, Marke und Melot tauchen auf. Kurwenal tötet Melot und kommt selbst ums Leben. Isolde entrückt.”</p>
<p>Diese “Handlung” auf vierdreiviertel Stunden — ohne Wagners Musik wäre das sicher nicht auszuhalten. Die ist beim Gürzenich-Orchester unter der  Leitung von Generalmusikdirektor Markus Stenz gut aufgehoben.</p>
<p>Und wie ist jetzt die Empfehlung des Kritikers, hingehen oder nicht hingehen? Mich selbst hat es nicht wirklich mitgerissen. Wagner ist nicht meine Musik. Andere geraten bei Wagner ins Schwärmen. Geschmacksache eben.</p>
<p>A propos Geschmack: Zum Schluss noch eine kulinarische Überraschung — in den beiden großzügig bemessenen Pausen gab es nicht nur den Opern-typischen Sekt und die unvermeidlichen Event-Brezeln, sondern auch ganz rustikale Würstchen und Frikadellen zu akzeptablen Preisen von jeweils 3,50 Euro.</p>
<p>Wagner mit Würstchen und Senf. Gibt es auch nicht alle Tage. Am besten ist es, Sie kommen selbst auf den Geschmack.</p>
<p>Tristan und Isolde<br />
von Richard Wagner<br />
Premiere am 22. März 2000, 16.00 — 20.45 Uhr</p>
<p>Musikalische Leitung: Markus Stenz; Inszenierung: David Pountney; Bühnenbild: Robert Israel; Kostüme: Marie-Jeanne Lecca, Dramaturgie: Oliver Binder; Licht: Hans Toelstede; Chor: Andrew Ollivant; Gürzenich-Orchester Köln, Herrenchor der Oper Köln;</p>
<p>Isolde: Annalena Persson; Brangäne: Dalia Schaechter; Tristan: Richard Decker; König Marke: Alfred Reiter; Kurwenal: Samuel Youn; Melot: Gerardo Garciacano; Ein Hirt: Johannes Preißinger; Ein Steuermann: Jong Min Lim; Ein junger Seemann: Jeongki Cho.</p>
<p>Weitere Vorstellungen am: 27. März; 03., 11., 23., 26. April; 03., 08., 21., 24. Mai 2009</p>
<p>Weitere Infos zum Stück auf der Website der Oper Köln. </p>
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		<title>Diskussion mit Prof. Quander &#252;ber den Kulturentwicklungsplan</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 10:39:54 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Georg Quander]]></category>
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		<description><![CDATA[“Kulturmetropole am Rhein” ist der Kulturentwicklungsplan f&#252;r K&#246;ln &#252;berschrieben, den Kulturdezernent Prof. Georg Quander Ende 2008 vorgelegt hat und &#252;ber den jetzt in der Stadt und im Rat diskutiert wird. Das Kulturforum K&#246;ln e.V. hat f&#252;r Montag, den 16. Februar &#8230; <a href="http://www.franzmann.de/2009-02-16-diskussion-mit-prof-quander-ueber-den-kulturentwicklungsplan-koeln/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Kulturmetropole am Rhein” ist der Kulturentwicklungsplan für Köln überschrieben, den Kulturdezernent Prof. Georg Quander Ende 2008 vorgelegt hat und über den jetzt in der Stadt und im Rat diskutiert wird.</p>
<p>Das Kulturforum Köln e.V. hat für Montag, den 16. Februar 2009, um 19 Uhr ins Café im Wallraf-Richartz-Museum &amp; Fondation Corboud eingeladen. Prof. Quander wird den Kulturentwicklungsplan vorstellen, die Diskussion moderiert Edgar Franzmann, koeln.de-Chefredakteur und stellvertretender Vorsitzender des Kulturforums Köln.</p>
<p>Eintritt frei.</p>
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		<title>Was ist dran an Twitter?</title>
		<link>http://www.franzmann.de/2009-02-15-was-ist-dran-an-twitter/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 13:38:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Harald Schmidt tut es, der Dalai Lama tut es — und ich tu es auch: twittern! Seit ein paar Wochen gebe ich t&#228;glich ein paar Kurzmeldungen von maximal 140 Zeichen auf www.twitter.com ab und erkl&#228;re denen, die es interessiert, was &#8230; <a href="http://www.franzmann.de/2009-02-15-was-ist-dran-an-twitter/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Harald Schmidt tut es, der Dalai Lama tut es — und ich tu es auch: twittern! Seit ein paar Wochen gebe ich täglich ein paar Kurzmeldungen von maximal 140 Zeichen auf www.twitter.com ab und erkläre denen, die es interessiert, was ich gerade mache oder denke.</p>
<p>Rund 280 sogenannte “follower” lesen regelmäßig mit, was ich schreibe. Ich selbst verfolge sogar über 300 Twitterer. Von Autor Stephen Fry, dessen Buch “Feigen, die fusseln” mich zum Schreiben von Gedichten animierte, habe ich so etwa erfahren, wie er in Luxemburg in einem Fahrstuhl feststeckte.</p>
<p>Die Nachricht, dass die Website von Bundesinnenminister Schäuble “gehackt” war, kam ebenso über Twitter wie das inzwischen weltberühmte erste Foto der Notwasserung im Hudson-River in New York.</p>
<p><object width="500" height="403"><param name="FlashVars" value="apiHost=apiwww.rheinvideo.de"/><param name="AllowScriptAccess" value="always"/><param name="movie" value="http://www.rheinvideo.de/pl/uuifhnq/500x403/swf" /><embed src="http://www.rheinvideo.de/pl/uuifhnq/500x403/swf" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="403" allowfullscreen="true" AllowScriptAccess="always" FlashVars="apiHost=apiwww.rheinvideo.de"></embed></object><br />Link: <a href="http://www.rheinvideo.de/videos/uuifhnq/Twestival-Cologne">Video vom Twestival in Köln — rheinvideo.de</a></p>
<p>Letzten Donnerstag fand ein sogenanntes “Twestival” statt, also ein Twitter-Festival. Auch in Köln, im Hallmackenreuther am Brüsseler Platz, trafen sich twitternde Menschen, die sich zuvor nur aus dem Netz kannten und überrascht feststellten, dass es sich überwiegend um sehr aktive und sehr nette Menschen handelte. Überraschung.</p>
<p>Twittern ist eine Art weltweiter Chat mit Zeitverzögerung, dadurch aber besonders interessant, weil man eben auch noch nachlesen kann, was zuvor geschrieben worden ist. Es gibt inzwischen jede menge Werkzeuge, mit denen man noch effektiver twittern kann. Einige davon werde ich hier demnächst vorstellen.</p>
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		<title>Darf sich ein K&#246;lner B&#252;rgermeister von D&#252;sseldorf bezahlen lassen?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 16:20:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Erschienen am 2.2.2009 als Kolumne “Sie K&#214;LN uns mal …” auf koeln.de) 1. Et es, wie et es. 2. Et k&#252;tt, wie et k&#252;tt. 3. Et h&#228;tt noch immer jot jejange. Das ist angewandte Philosophie auf k&#246;lsche Art. Und Motto &#8230; <a href="http://www.franzmann.de/2009-02-02-darf-sich-ein-koelner-buergermeister-von-duesseldorf-bezahlen-lassen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Erschienen am 2.2.2009 als Kolumne “<a href="http://www.koeln.de/koeln/darf_sich_ein_koelner_buergermeister_von_duesseldorf_bezahlen_lassen_125549.html">Sie KÖLN uns mal …” auf koeln.de</a>)</p>
<p><a href="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/dummy_koelnuns_0.jpg"><img src="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/dummy_koelnuns_0.jpg" alt="dummy_koelnuns_0" title="dummy_koelnuns_0" width="185" height="39" class="alignright size-full wp-image-153" /></a>1. Et es, wie et es. 2. Et kütt, wie et kütt. 3. Et hätt noch immer jot jejange. Das ist angewandte Philosophie auf kölsche Art. Und Motto unserer Kolumne “Sie KÖLN uns mal …” von koeln.de-Chefredakteur Edgar Franzmann. Heute: Darf sich ein Kölner Bürgermeister von Düsseldorf bezahlen lassen?</p>
<p><div id="attachment_152" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/mueller-geburtstag.jpg"><img src="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/mueller-geburtstag-300x150.jpg" alt="Josef M&#252;llers 70. Geburtstag" title="mueller-geburtstag" width="300" height="150" class="size-medium wp-image-152" /></a><p class="wp-caption-text">Josef Müllers 70. Geburtstag</p></div>Et es, wie et es, es ist, wie es ist — so heißt der erste Paragraph des “Kölschen Grundgesetz”. Ich finde aber: Et es noch vill schlimmer!</p>
<p>Der Fall des Kölner Bürgermeisters Josef Müller (CDU) hat mich doch sehr geschockt. Sein CDU-Kollege Bietmann unter Abzocker-Verdacht? Das konnte man sich noch irgendwie vorstellen. Aber Josef Müller, der “gute Mensch” aus Porz? </p>
<p>Jahrelang hielt der seinen Beratervertrag mit der Sparkasse geheim, ein Beratervertrag, angeblich abgeschlossen mit der Sparkasse Düsseldorf. Düsseldorf! Darf ein Kölner Bürgermeister sich von Düsseldorf bezahlen lassen? Das geht ja wohl gar nicht.</p>
<p>Und was wollte Müller eigentlich in Düsseldorf als Berater? Gut, Porz liegt auf derselben Rheinseite wie der größere Teil der Landeshauptstadt, aber Müller hat irgendwie nie den Eindruck erweckt, als dass er weit über Zündorf hinausgekommen wäre oder auch nur hinauskommen wollte</p>
<p>Et küt, wie et kütt — es kommt, wie es kommt. Und natürlich kommt auch so ein merkwürdiger Beratervertrag irgendwann ans Licht der Öffentlichkeit. Jetzt war es so weit. Und Müller ist dann auch sofort zurückgetreten, womit für die Kölner CDU der Skandal auch gleich erledigt scheint. Der Wähler wird das anders sehen.</p>
<p>Interessant ist Müllers Rücktrittsbegründung. Nicht der Beratervertrag an sich hat ihn zurücktreten lassen, sondern die Erkenntnis, dass der angeblich mit Düsseldorf abgeschlossene Beratervertrag zu Lasten der Sparkasse KölnBonn gegangen sei.</p>
<p>Das klingt alles höchst mysteriös. Man darf gespannt sein, was da alles noch ans Tageslicht kommt.</p>
<p>Et hätt noch immer jot jejange! Es ist noch immer gut gegangen. Diesmal könnte es sein, dass es nur für die Bürger gut ausgeht, weil sie ganz überraschend einen Teil der Wahrheit erfahren, und es ausnahmsweise einmal nicht gut ausgeht für die Klüngelbrüder.</p>
<p>Angeblich will sich auch die Staatsanwaltschaft die Beraterverträge genauer ansehen. Ich bitte darum.</p>
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		<title>Krise? Ich habe jetzt meine eigene Bank!</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 08:52:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[“Was ist der Einbruch in eine Bank gegen das Gr&#252;nden einer Bank?”, fragte einst Bertolt Brecht in seiner Drei-Groschen-Oper. Der interessierte Beobachter der Finanzkrise 2008 stellt fest, dass es da mit drei Groschen nicht getan ist, da werden Hunderte von &#8230; <a href="http://www.franzmann.de/2009-02-02-krise-ich-habe-jetzt-meine-eigene-bank/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_113" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/edgar-bank_640.jpg"><img src="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/edgar-bank_640-320x160.jpg" alt="Meine Bank am Decksteiner Weiher" title="edgar-bank_640" width="320" height="160" class="size-medium wp-image-113" /></a><p class="wp-caption-text">Meine Bank am Decksteiner Weiher</p></div>“Was ist der Einbruch in eine Bank gegen das Gründen einer Bank?”, fragte einst Bertolt Brecht in seiner Drei-Groschen-Oper. Der interessierte Beobachter der Finanzkrise 2008 stellt fest, dass es da mit drei Groschen nicht getan ist, da werden Hunderte von Millarden eingefordert.</p>
<p>Mir kann das alles egal sein, ich habe jetzt meine eigene Bank. Die ist stabil, steht wirklich fest, und die Aussicht ist blendend. Mein Tipp: Schaffen Sie sich doch auch eine Bank an!</p>
<p>In Köln ist das nämlich ganz einfach: Wenden Sie sich an die Kölner Grün-Stiftung, stiften Sie 730 Euro (oder lassen sich beschenken)  und schon können Sie Bankbesitzer werden, einer Bank nämlich, die in Kölns öffentlichen Grünanlagen aufgestellt wird und auf der ein Schild mit Ihrem Namen prangt.</p>
<p>Die Kölner Grün-Stiftung schreibt auf ihrer Homepage: “Das historische Kölner Grünsystem ist in seiner Art in Deutschland einzigartig und von größter städtebaulicher, ökologischer und kulturhistorischer Bedeutung.  Der Innere und der Äußere Grüngürtel sowie deren radiale Verbindungen, wie z. B. der Lindenthaler Kanal, sind beispielhafte Zeugnisse von Gartenbaukunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein mittlerweile 2000 Hektar großes Kulturgut mit hohem Erholungswert für alle Bürger Kölns. </p>
<p>Die Stadt Köln stellte zwar in den 80er Jahren das Kölner Grünsystem unter Denkmalschutz, wandte aber immer weniger Geld und Mühen für die Erhaltung und Pflege auf. Das Grün vergammelte. Um diesen Zustand zu stoppen und eine Kehrtwende herbeizuführen, gründeten Paul Bauwens-Adenauer und Dr. Patrick Adenauer 2004 die ‘Kölner Grün Stiftung’.</p>
<p>Ziel ist es, mittels dieser Kölner Grün Stiftung zum einen das Bewusstsein der Menschen und der Politik für dieses einmalige Kulturgut zu verstärken, und zum anderen ge­eignete Maßnahmen zur Verbesserung des Zustandes der Anlagen zu fördern.”</p>
<p>“Meine” Bank steht im Stadtwald am Decksteiner Weiher nicht weit vom Geißbockheim des 1. FC Köln, wo ich vor kurzem einen runden Geburtstag feierte. “Meine” Bank war ein Geschenk meiner  Frau, die die Idee hatte, meiner Familie und meiner Freunde, klar, dass meine Jogging-Runden jetzt regelmäßig an “meiner” Bank vorbeiführen und dass ich im Umfeld für Sauberkeit sorge. Ein kleiner Nebeneffekt dieser sehr erfolgreichen Aktion.</p>
<p>Die Bläck Fööss haben inzwischen genau so eine Bank wie der anonyme Spender, der eine Bank im Gedenken an seine Kindheit in Braunsfeld aufstellen ließ. Eine Apotheke setzte für ihre Kunden eine Bank ins Grüne, und neben meiner Bank gibt es Bänke von der Polizei und von einer “kölschen Piratin”, die ich noch nicht kennengelernt habe.</p>
<p>Wenn Sie jetzt Lust auf Ihre eigene Bank bekommen haben, mehr Infos finden Sie auf der Website der Stiftung unter <a href="http://www.koelner-gruen.de">http://www.koelner-gruen.de</a>.</p>
<p>P.S. Gesucht werden übrigens auch Spender für Abfallkörbe, die sind mit 710 Euro fast so teuer wie die Bänke.</p>
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		<title>“Wildsch&#252;tz” zu frech f&#252;r K&#246;lner Operng&#228;nger?</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 21:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kritik zur K&#246;lner Premiere am 23.2.2009, ver&#246;ffentlicht am 24.2. 2009 auf koeln.de Von EDGAR FRANZMANN Mit seiner komischen Oper “Wildsch&#252;tz” (1842) zielte Albert Lortzing gegen Moral und Doppelmoral seiner Zeit. 168 Jahre sp&#228;ter kam das Werk in K&#246;ln mal wieder &#8230; <a href="http://www.franzmann.de/2009-01-24-wildschuetz-zu-frech-fuer-koelner-operngaenger/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kritik zur Kölner Premiere am 23.2.2009, <a href="http://www.koeln.de/koeln/kultur/musik/wildschuetz_zu_frech_fuer_koelner_operngaenger_122394.html">veröffentlicht am 24.2. 2009 auf koeln.de</a></p>
<p>Von EDGAR FRANZMANN<br />
Mit seiner komischen Oper “Wildschütz” (1842) zielte Albert Lortzing gegen Moral und Doppelmoral seiner Zeit. 168 Jahre später kam das Werk in Köln mal wieder auf den Spielplan. Die Premierenbesucher reagierten verstört bis begeistert. Hat der aktualisierte “Wildschütz” daneben oder vielleicht zu gut getroffen?</p>
<p>Der Autor dieser Kritik ist voreingenommen. Er hat als 10-jähriger in Krefeld und Mönchengladbach selbst im “Wildschütz” auf der Bühne gestanden, als jüngstes Mitglied  des Kinderchors im letzten Akt. “O du, der du die Tugend selber bist” sangen wir den Grafen an, der sich zuvor als alles andere als ein Tugendbold erwiesen hatte.</p>
<p>Ich war hingerissen von der Musik und bin es heute noch. Und ich war hingerissen von den Sängerinnen, die mich Knirps an ihren Busen drückten. Die Gräfin wollte mir sogar noch erklären, was das “ius primae noctis” war, das Recht des Herren, bei der Heirat von Personen, die seiner Herrschaft unterstehen, die erste Nacht mit der Braut verbringen zu dürfen. Damals habe ich diese extreme Form von Gewalt und Vergewaltigung nicht verstanden. Die Aufführung in Krefeld und Mönchengladbach war so heiter und altertümlich, sie blieb wohlgefällig an der Oberfläche — und allen gefiel es.</p>
<p><a href="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/wildschuetz-koeln.jpg"><img src="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/wildschuetz-koeln-300x150.jpg" alt="&quot;Wildsch&#252;tz&quot; in K&#246;ln" title="wildschuetz-koeln" width="300" height="150" class="size-medium wp-image-178" align="right" /></a>Später wurde mir der Kern des Stückes klar: Alles ist käuflich, sogar die Liebe. Und wer nicht nur Geld hat, sondern Macht, der kann sich alles nehmen, auch ohne zu bezahlen.</p>
<p>Lortzing demonstriert das am Beispiel des Schulmeisters Baculus, der bereit ist, seine Braut für 5000 Taler an den Baron zu verschachern und selbst zum Kapitalisten zu werden. Und der Graf nutzt derweil wohlgelaunt sein “ius primae noctis”.</p>
<p>Nigel Lowery gelingt es in seiner Inszenierung, den Kern des Stückes zu visualisieren. Wer sind heute die Allmächtigen? Graf und Baron können es ja wohl nicht mehr sein. Also erscheinen Bilder totalitärer Diktaturen, das Fernsehen bekommt seine Rolle, Formel-1-Stars und Rocksänger werden angehimmelt wie einst die mächtigen Fürsten. Und am Ende regiert das Geld die Welt. Alles ist käuflich.</p>
<p>Eindrucksvoll, wie der Graf in der Rolle eines vergötterten Rockstars mit seinen Groupies das “ius primae noctis” wahrnimmt, dezent, nicht sichtbar im Hintergrund, und doch wird überdeutlich, dass es sich um eine Vergewaltigung handelt.</p>
<p>Die Aufführung hat weitere starke Szenen, ist durchgehend unterhaltsam und durchaus nicht vordergründig belehrend. Aber sie erlaubt es dem Publikum auch nicht, sich alleine den schönen Melodien hinzugeben. Das gefällt nicht jedem. Schon zur Pause verlässt ein Drittel des Publikums die Oper, nach der Aufführung bekommen die Sänger und das Gürzenich-Orchester verdienten Beifall, beim Auftritt des Regisseurs überwiegen die Buh-Rufe die vereinzelten “Bravos”.</p>
<p>Das Stück ist eine Produktion der Staatsoper Stuttgart aus dem Jahre 2005.Die Neue Zürcher Zeitung schrieb von einem „virtuosen Balanceakt zwischen den Ebenen schierer Spiellust und politischen Hintersinns“ und die Süddeutsche Zeitung vermerkte begeistert: „Vielleicht muss man, wie der in London geborene Nigel Lowery, aus der sprichwörtlichen Heimat des schwarzen Humors stammen, um das satirische Moment von Lortzings Opern mit frischer Fantasie zur Geltung bringen zu können.“</p>
<p><strong>Stückbrief:</strong></p>
<p>Der Wildschütz oder die Stimme der Natur,<br />
Komische Oper in drei Akten,<br />
Text vom Komponisten nach dem Lustspiel “Der Rehbock oder Die schuldlos Schuldbewussten” von August Friedrich Ferdinand von Kotzebue</p>
<p>Musikalische Leitung: Enrico Dovico, Inszenierung und Bühne: Nigel Lowery, Szenische Einstudierung: Michaela Dicu, Kostüme: David König, Licht: Lothar Baumgarte, Chor: Irina Benkowski, </p>
<p>Besetung: Graf von Eberbach: Milenko Turk, Die Gräfin: Viola Zimmermann, Baron Kronthal: Hauke Möller, Baronin Freimann: Katharina Leyhe, Nenette: Hanna Larissa Naujoks, Baculus: Wilfied Staber, Gretchen: Claudia Rohrbach, Pankratius: Jochen Langner, Ein Gast: Nam_uk Baik;</p>
<p>Gürzenich-Orchester Köln, Chor der Oper Köln, Mädchen und Knaben der Vhöre am Kölner Fom, Einstudierung: Eberhard Metternich, Oliver Sperling; Statisterie der Bühnen Köln.</p>
<p>( Weitere Termine: 12./26. Februar — Rundfunkausstrahlungen am 7. 2. um 19.05 Uhr in Deutschlandradio Kultur und am 15.2. um 20.05 Uhr auf WDR 3)</p>
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		<title>Erfolgreiches DrupalCamp K&#246;ln</title>
		<link>http://www.franzmann.de/2009-01-20-erfolgreiches-drupalcamp-koeln/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 21:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dries Buytard]]></category>
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		<category><![CDATA[Köln]]></category>

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		<description><![CDATA[Drupal, DurpalCamp, K&#246;ln, Dries Buytard, koeln.de <a href="http://www.franzmann.de/2009-01-20-erfolgreiches-drupalcamp-koeln/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das DrupalCamp Köln am letzten Wochenende war ein außergewöhnlicher Erfolg. Über 180 Teilnehmer kamen in die Räumlichkeiten der GFU in Poll, um zwei Tage lang über das Open-Source-CMS zu diskutieren und zu philosophieren.</p>
<p>Wir von koeln.de präsentierten unsere Website, die seit November ja auf Drupal umgestellt wurde. Sven Plaggemeier (Redaktion) und Ulrich Babiak (Technik) erläuterten unsere besonderen Anforderungen und Modifikationen. Die Präsentation ist auf <a href="http://drupalcamp.de/node/58">www.drupalcamp.de</a> nachzulesen.</p>
<p>Auch Drupal-Erfinder Dries Buytard war angereist, ich hatte die Chance, gut eine halbe Stunde mit ihm zu sprechen und Pläne zu schmieden. Dries hielt auch einen sehr lockeren und witzigen Vortrag über die Entwicklung Drupals in den letzten zehn Jahren.</p>
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