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	<description>Edgar Franzmann, Köln</description>
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		<title>Einladung zur CRIMINALE 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 12:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[CRIMINALE hei&#223;t das wichtigste deutschsprachige Krimi-Festival, einmal j&#228;hrlich veranstaltet vom SYNDIKAT, der “Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur”. Die CRIMINALE 2010 findet in der Nordeifel im Kreis Euskirchen statt — und ich freue mich ganz besonders, dass ich zu diesem Top-Ereignis eine Einladung erhalten habe.
Es wird meine erste CRIMINALE, aber daf&#252;r kenne ich mich ja im Kreis Euskirchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=franzmann-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3897056313" align="right" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe><a href="http://www.die-criminale.de/">CRIMINALE </a>heißt das wichtigste deutschsprachige Krimi-Festival, einmal jährlich veranstaltet vom <a href="http://www.das-syndikat.com">SYNDIKAT</a>, der “Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur”. Die CRIMINALE 2010 findet in der Nordeifel im Kreis Euskirchen statt — und ich freue mich ganz besonders, dass ich zu diesem Top-Ereignis eine Einladung erhalten habe.<span id="more-913"></span></p>
<p>Es wird meine erste CRIMINALE, aber dafür kenne ich mich ja im Kreis Euskirchen noch etwas aus, ich habe einige Zeit in Weilerswist gewohnt als direkter Nachbar des heutigen Landrates Günter Rosenke. </p>
<p>Alle eingeladenen Autoren sollen natürlich auch aus ihren Werken lesen. Da ich erst einen Krimi geschrieben habe, fällt mir meine eigene Textauswahl vergleichsweise leicht: Ich werde etwas aus “Millionenallee” auswählen, meinem Köln-Krimi, der Ende 2009 im Emons-Verlag erschienen ist.</p>
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		<title>“Millionenallee” — Leseprobe f&#252;r die Krimi-Couch</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 21:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen & Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi-Couch]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Forum der Website “Krimi-Couch.de” tauchte die Frage auf, ob ich nicht eine Leseprobe meines K&#246;ln-Krimis “Millionenallee” auf meiner Website ver&#246;ffentlichen k&#246;nnte. Das mach’ ich doch gerne. Lesen Sie hier also den ersten Tag von insgesamt acht Tagen des Buches. Kommentare sind erw&#252;nscht. Zugabe m&#246;glich.

SAMSTAG
Franck schaute auf seine Uhr, eine platinschimmernde Lange–
Tourbillon: zehn Uhr und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=franzmann-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3897056313" align="right" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Im Forum der Website “<a href="http://forum.krimi-couch.de/board-2-idThread-4769.html">Krimi-Couch.de</a>” tauchte die Frage auf, ob ich nicht eine Leseprobe meines Köln-Krimis “Millionenallee” auf meiner Website veröffentlichen könnte. Das mach’ ich doch gerne. Lesen Sie hier also den ersten Tag von insgesamt acht Tagen des Buches. Kommentare sind erwünscht. Zugabe möglich.<span id="more-896"></span><br />
<br clear="all"></p>
<p>SAMSTAG</p>
<p>Franck schaute auf seine Uhr, eine platinschimmernde Lange–<br />
Tourbillon: zehn Uhr und dreizehn Minuten. Nur noch knapp<br />
neunundzwanzig Stunden, dann würde er Herr über hundert<br />
Millionen Euro sein.<br />
Die Hohe Straße, die Einkaufsmeile vom Kaufhof Richtung<br />
Dom, war an diesem sonnigen Maisamstag schwarz vor<br />
Menschen, die sich in Zwanzigerreihen an den Schaufenstern<br />
vorbeidrängten. Mit seinen ein Meter achtundachtzig war<br />
Franck kein Riese, aber irgendwie schwebte er doch über der<br />
Menge. Wie viel würde ihm der heutige Tag einbringen? Wie<br />
viele würden ein Parfüm der Marke »vF« kaufen: von Franckenhorst?<br />
»Weißt du«, sagte Franck zu Stefanie, die einen halben Kopf<br />
tiefer neben ihm herstöckelte, dass die blonden Haare hin und<br />
herwippten, »wir haben da so einen verrückten Familienbrauch.<br />
Wenn der älteste Sohn dreißig Jahre alt wird, erhält er<br />
Zugriff auf zehn Prozent des Familienvermögens.«<br />
»Ja, schön, wenn Familien zusammenhalten. Wir treffen uns<br />
auch immer an Weihnachten.«<br />
»Du verstehst das nicht. Ich bin der älteste Sohn. Ich werde<br />
morgen dreißig Jahre alt. Ich bekomme die zehn Prozent.«<br />
»Herzlichen Glückwunsch. Aber was willst du mit zehn<br />
Prozent? Du hast mir doch gesagt, du wärst reich.«<br />
»Ich bin reich. Schon immer.«<br />
»Ist ja gut. Musst dich nicht aufregen.«<br />
»Ich rege mich nicht auf. Ich möchte nur, dass du es begreifst.«<br />
»Was soll ich begreifen?«<br />
»Dass mir ab morgen hundert Millionen gehören.«<br />
»Hundert Millionen von was?«<br />
»Euro.«<br />
»He, das ist eine Menge Geld.«<br />
»Ja, das ist eine Menge Geld. Und eine Menge Macht.«<br />
Stefanie lachte. »Macht doch nix. Ich meine, ich mache mir<br />
nichts aus Macht. Mit ein bisschen Geld bin ich schon zufrieden.<br />
Hast du deine Freunde zum Geburtstag eingeladen? Gibst<br />
du eine Party? Du hast mir gar nichts erzählt.«<br />
»Wer reich ist, braucht keine Freunde«, sagte Franck.<br />
»Wer reich ist, hat keine Freunde«, gab Stefanie zurück.<br />
Sie blieb vor einer Boutique stehen, prüfte ihre schlanke Figur<br />
in einem Spiegel, war zufrieden mit dem, was sie sah, und<br />
zupfte Franck schließlich am Arm. »Schau, das Kleid. Kauf mir<br />
das Kleid! Das kleine Schwarze. Zur Feier des Tages.«<br />
Franck ging wortlos in den Laden, legte einen Fünfhunderteuroschein<br />
auf die Theke, zeigte auf Stefanie und das Kleid im<br />
Schaufenster. »Geben Sie ihr das.«<br />
»Ich geh schon mal vor ins Campi«, sagte er zu Stefanie und<br />
verschwand.<br />
»Ist gut. Ich komm nach. Aber das kann dauern, wenn ich<br />
shoppe. Bekommst du von dem Geld was zurück?«<br />
Franck hörte Stefanies Worte schon gar nicht mehr und verschwand<br />
durch die Glastür nach draußen in den Menschenstrom<br />
der Kölner Fußgängerzone. Eigentlich hatte er sich nie<br />
wirklich für das Geschäft interessiert. Aber ab morgen würden<br />
ihm zehn Prozent des Unternehmens gehören. Da konnte<br />
es nicht schaden, sich ein wenig zu kümmern.</p>
<p>Franck wusste, dass eine ihrer Verkaufsstellen am Roncalliplatz<br />
direkt am Kölner Dom lag. Da kauften vor allem Touristen<br />
ein, Eau de Cologne aus Köln. »4711«, die bekannte<br />
Marke, war nach manchen Irrungen durch die halbe Welt inzwischen<br />
von einem Stolberger Unternehmen übernommen<br />
worden. »Farina gegenüber«, der dreihundert Jahre alte Klassiker,<br />
war geschäftlich keine ernsthafte Konkurrenz. Nur<br />
den Franckenhorsts war es gelungen, ihre Marke als »Premium<br />
« zu etablieren. Alter Adel, alte Klasse eben. Das ließen<br />
sich die Kundinnen gerne etwas mehr kosten. Ihm sollte es<br />
recht sein.<br />
Er ließ das Campi im Funkhaus am Wallrafplatz links liegen<br />
und ging die wenigen Schritte weiter bis zum Roncalliplatz.<br />
Ein heftiger Windstoß wehte ihm ins Gesicht.<br />
Der Franckenhorst-Shop neben dem Dom-Hotel war menschenleer.<br />
Franck wunderte sich. Eine Bedienung, in das Franckenhorst’sche<br />
Blau und Orange gekleidet, schaute in seine<br />
Richtung, sprach ihn aber nicht an. Er musterte die Auslagen.<br />
Kleine Fläschchen mit glänzenden Flüssigkeiten, edel verpackt,<br />
edel gestaltet. Das sah alles sehr gut aus. Und es roch gut. Warum<br />
kaufte das keiner? Und warum wollte ihm keiner etwas<br />
verkaufen?<br />
»Sie haben heute wohl nicht vor, noch zu arbeiten«, giftete<br />
er die Bedienung an und erschrak selbst über seinen Tonfall.<br />
»Mein Herr, es ist nicht üblich im Hause Franckenhorst,<br />
die Kunden als Erste anzusprechen. Unser Auftrag ist es abzuwarten,<br />
ob unsere Dienste gewünscht werden. Kann ich Ihnen<br />
behilflich sein?«<br />
Franck glaubte, im Unterton eine Spur von Missbilligung<br />
zu hören, aber eigentlich konnte er der jungen Frau nichts<br />
vorwerfen. Und das ärgerte ihn fast noch mehr.<br />
»Ich habe nicht endlos Zeit. Ich suche etwas für meine Verlobte.«<br />
»Darf ich Ihnen einen Rat geben?«<br />
»Danach habe ich Sie doch gerade gefragt.«<br />
»Sie sollten sich immer Zeit nehmen, wenn es um Ihre Verlobte<br />
geht.«<br />
Franck war baff. Das hatte er nicht erwartet. Und er ging<br />
wieder in Angriffsstellung. »Was fällt Ihnen ein!«<br />
»Entschuldigen Sie, ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten.<br />
Es war nur gut gemeint. Nehmen Sie ›vF femme‹, das ist in<br />
diesem Jahr ganz groß in Mode und wird Ihrer Verlobten ganz<br />
bestimmt gefallen.«<br />
Die junge Frau holte ein kleines Paket aus dem Regal, das<br />
sehr aufwendig verpackt war.<br />
»Haben Sie nichts Größeres?«, fragte Franck.<br />
»Doch, natürlich. Aber diese Größe hier ist sehr gefragt.<br />
Neunundachtzig Euro.«<br />
»Geben Sie schon her. Wie heißen Sie eigentlich?«<br />
»Christina. Christina Brandt.« Dabei zeigte sie auf das Namensschild<br />
an ihrer Jacke.<br />
»Ja, jetzt sehe ich es. Christina Brandt. Noch eine Frage:<br />
Wieso ist es hier heute so leer? In der Hohe Straße drängen sich<br />
die Massen.«<br />
Christina lächelte ihn an. »Wissen Sie, was wir hier anbieten,<br />
ist auch keine Massenware. Wer hier einkauft, sucht das<br />
Besondere und keinen Ramsch. Ihre Verlobte wird das zu<br />
schätzen wissen.«<br />
Franck fühlte sich plötzlich und wie so oft klein und unsicher.<br />
Diese Frau machte ihn nervös. Warum war er nicht so<br />
schlagfertig wie andere? Warum zog er immer den Kürzeren?<br />
Wieso kam er sich so unbedeutend dieser Angestellten gegenüber<br />
vor, der er sogar etwas von einer Verlobten vorgelogen<br />
hatte? Wenn er doch nur einen guten Abgang hinbekäme. Er<br />
gab ihr seine Kreditkarte.<br />
»Oh, Sie heißen Franckenhorst. Franck von Franckenhorst.«<br />
»Ja«, sagte Franck. Und plötzlich spürte er, wie dieses kleine<br />
Stück Plastik die Lage zu seinen Gunsten veränderte. Christinas<br />
Hand zitterte, als sie die Karte in das Lesegerät steckte.<br />
»Der Name ist nicht so häufig. Sind Sie …«<br />
»Ja. Ich bin einer von den Franckenhorsts.«<br />
»Sie nehmen mir doch nicht übel, was ich vorhin gesagt habe?«<br />
»Was haben Sie denn gesagt?«<br />
»Das mit Ihrer Verlobten, und dass Sie sich Zeit nehmen<br />
sollten.«<br />
»Zeit ist Geld, sagt mein Vater immer.«<br />
»Nein, Zeit ist Liebe«, sagte Christina.<br />
Franck schaute ihr in die Augen. Sie hielt seinem Blick<br />
stand. Sie war genauso schlank und nicht viel größer als Stefanie,<br />
aber mit ihrem kurzen, schwarzen Haar doch ein ganz anderer<br />
Typ. Er nahm das Parfümpaket, drückte es ihr in die<br />
Hand und sagte: »Ist für Sie.«<br />
Und noch ehe sie etwas antworten konnte, verschwand er<br />
Richtung Ausgang. Durch einen Spiegel an der Ladentür sah<br />
er, wie sie ihm nachschaute. Am Ende hatte er sie doch beeindruckt.<br />
Oder sein Name. Oder sein Geld. Sie strich sich ihre<br />
Haare aus dem Gesicht und wirkte nachdenklich.</p>
<p>Auf der Domplatte empfing Franck das übliche Gewirr von<br />
Touristen, Gauklern, Pflastermalern, Geschäftsleuten, Pilgern,<br />
Einkäufern, Demonstranten. An der »Klagemauer« blieb er<br />
stehen. Der Betreiber war ein liebenswerter Querulant, der<br />
sich einfach nicht von diesem schönsten Fleck der Stadt vertreiben<br />
ließ. An Kordeln hatte er Postkarten aufgehängt, auf<br />
denen jeder seine Kritik am Unrecht der Welt verkünden<br />
konnte. Franck nahm sich eine Karte und schrieb in Großbuchstaben:<br />
»AUCH EIN MILLIARDÄR – HAT’S SCHWÄR.«<br />
»Schwär« mit ä und nicht mit e. Das war seine kleine Provokation.<br />
Mit einer Wäscheklammer hängte er sein Miniaturgedicht<br />
zwischen eine Karte, die das Ende der Folter in Guantánamo<br />
forderte, und eine andere, auf der »Hartz IV für alle«<br />
propagiert wurde. Er warf zwei Euro in die Spendenbüchse<br />
und ging weiter auf den Roncalliplatz, um den Skatern zuzusehen.<br />
Er war ziemlich sportlich, ein guter Tennisspieler, Schwimmer,<br />
Läufer. Aber Skateboard fahren konnte er einfach nicht.<br />
Da gab es hier im Schatten der Kathedrale sogar Zwölfjährige,<br />
die die tollsten Kunststücke draufhatten. Man durfte nicht<br />
schreckhaft sein, wenn sie auf einen zurasten, aber Franck hatte<br />
noch nie erlebt, dass einer der Skater wirklich jemanden angefahren<br />
hätte.<br />
Er ging am Dom-Hotel vorbei Richtung Brauhaus Früh<br />
und Heinzelmännchenbrunnen. Wenn er den Weg zur Hohe<br />
Straße durch die Passage nehmen würde, dann müsste er nicht<br />
mehr am Campi vorbei. Er hatte keine Lust auf weitere Gespräche<br />
mit Stefanie. Sie war lieb und nett und einfach zu haben.<br />
Immer gut gelaunt. Immer da. Ein wunderbares Spielzeug.<br />
Wohin sollte er gehen? Fast mechanisch führten ihn seine<br />
Schritte rechts in die Minoritenstraße, über die Nord-Süd–<br />
Fahrt in die Breite Straße, wieder eine Fußgängerzone, aber<br />
nicht ganz so überfüllt.<br />
Die Gastwirte hatten begonnen, ihre Tische und Stühle<br />
nach draußen zu stellen. Sobald sich in Köln die Sonne sehen<br />
ließ, versammelten sich die Menschen auf den Straßen und<br />
Plätzen. Ob das etwas mit der römischen Vergangenheit der<br />
Stadt zu tun hatte? Der Winter war vergleichsweise kalt und<br />
nass gewesen. Die vielbeschworene Klimaveränderung war<br />
überraschenderweise für eine Saison ausgefallen. Franck hatte<br />
den Winter in Südafrika verbracht, der dort ein Sommer war.<br />
Aber auch er freute sich jetzt über den rheinischen Frühling.<br />
Und außerdem: Der Frühling war ja seine Jahreszeit. Er hatte<br />
Geburtstag. Und morgen würde er reich sein. Reicher als jemals<br />
zuvor.<br />
Sein Vater hatte ihm einmal erzählt, wie er seinen dreißigsten<br />
Geburtstag erlebt hatte. Die zehn Prozent waren damals<br />
noch keine hundert Millionen Euro, sondern sechzig Millionen<br />
Mark. Die Franckenhorsts gehörten auch noch nicht zu den<br />
Milliardären im Lande, aber schon zu den sehr Reichen. Vor allem<br />
war es »altes« Geld. Das war etwas anderes als die schnell<br />
verdiente Mark der Krämer und Computerunternehmer.<br />
Opa Fritz hatte zu Ehren von Ferdinand eine komplette<br />
Vorstellung der Kölner Oper am Offenbachplatz gekauft.<br />
Warum ausgerechnet »Carmen« auf dem Spielplan stand, hatte<br />
Ferdinand nie erfahren. Aber die Musik gefiel ihm, und als<br />
der letzte Vorhang gefallen war und die Künstler ihren Beifall<br />
genossen, trat Fritz auf die Bühne, einen blau-orangefarbenen<br />
Umschlag in der Hand, und rief Ferdinand hoch ins Rampenlicht.<br />
Er sei stolz und aufgeregt gewesen. Und als er endlich<br />
oben war und den Umschlag nehmen wollte, da warf Fritz das<br />
Papier der Carmen-Darstellerin zu und forderte Ferdinand<br />
auf, es sich zu holen. Der ganze Saal lachte, als Ferdi sich eher<br />
schüchtern und ungeschickt an Carmen ranmachte, die den<br />
Umschlag in ihrem Dekolleté versteckt hatte, eine Grenze, die<br />
Ferdi auf keinen Fall überschreiten wollte. Das Lachen im<br />
Saal wurde immer lauter. Carmen hatte endlich ein Einsehen,<br />
fingerte das Papier aus ihrem Busen hervor und überreichte es<br />
Ferdinand. »Weißt du, Franck, es war ein schrecklicher Abend.<br />
Ich fühlte mich so gedemütigt. Mein Vater hat sich nie dafür<br />
entschuldigt. Aber ich hatte das Papier. Und ich wusste:<br />
Jetzt, jetzt würde mich niemand mehr demütigen, ohne es zu<br />
bereuen.«<br />
Was würde sich Ferdinand für ihn ausdenken? Musste er<br />
sich auch auf irgendeinen Spaß oder eine Demütigung gefasst<br />
machen? Franck wusste, dass Ferdinand nicht viel von ihm<br />
hielt. Er hatte weder Chemie noch Betriebswirtschaft studiert,<br />
sondern Philosophie und Germanistik. »Brotlose Kunst«, hatte<br />
Ferdinand dazu immer gesagt. Die Franckenhorsts hätten<br />
eine besondere Verantwortung, und ganz besonders die ältesten<br />
Söhne, die müssten schließlich das Familienunternehmen<br />
führen.<br />
Franck hatte nie wirklich Lust verspürt, in die Firma einzusteigen.<br />
Gunther, sein jüngerer Bruder, die Zweitgeborenen bekamen<br />
immer einen Namen mit G, die Drittgeborenen mit H<br />
und so weiter, Gunther wäre wahrscheinlich viel besser geeignet.<br />
Gunther arbeitete als selbstständiger Steuerberater mit<br />
eigener Kanzlei. Aber Franck als der älteste Sohn war nun einmal<br />
der geborene Thronfolger, so lautete die Regel bei den<br />
Franckenhorsts seit sieben Generationen. Und hatte sich die<br />
Tradition nicht bewährt? Sogar den Ansturm der Emanzipation<br />
hatte sie überstanden. Immerhin wurden die weiblichen<br />
Familienmitglieder seit den achtziger Jahren des letzen Jahrhunderts<br />
finanziell genauso gestellt wie die übrigen männlichen<br />
Familienmitglieder. Aber etwas zu sagen hatten weiterhin nur<br />
die erstgeborenen Männer jeder Familiengeneration. Wenn ein<br />
ältester Sohn dreißig wurde, bekam er zehn Prozent der Un–<br />
ternehmensanteile. Wenn er fünfzig wurde, erhielt er fünfzig<br />
Prozent und übernahm die Unternehmensführung. Der bisherige<br />
Chef wurde dann auf zwanzig Prozent abgestuft und wechselte<br />
in den Aufsichtsrat. Die restlichen zwanzig Prozent wur–<br />
den unter allen anderen Familienmitgliedern gleichmäßig aufgeteilt.<br />
Ferdinand, Francks Vater, war jetzt neunundfünfzig,<br />
also seit neun Jahren an der Macht, die er nach den Familienregeln<br />
weitere zwanzig Jahre ausüben könnte, bis Franck fünfzig<br />
Jahre alt würde und an die Reihe käme. Tatsächlich waren<br />
die Franckenhorsts ein sehr gesundes Geschlecht, auch die Männer<br />
erreichten nicht selten die achtzig Jahre. Erst zweimal war<br />
es vorgekommen, dass ein Franckenhorst vor seinem fünfzigsten<br />
Geburtstag die Firmenleitung übernehmen musste, weil<br />
sein Vater vorzeitig gestorben war.</p>
<p>Franck überquerte die Neven-DuMont-Straße, die die Fußgängerzone<br />
der Breite Straße unterbrach. Auf der Ecke stand<br />
das Einkaufs-Carré des Verlegers. Franck kannte den Junior<br />
gut, natürlich. Der hatte ihn mal für seine »Goldenen Jungs«<br />
werben wollen. Franck hatte eine großzügige Spende gegeben,<br />
aber dem Club der Jungreichen war er nicht beigetreten.<br />
Wahrscheinlich hielten ihn Junior und seine Anhänger für eingebildet,<br />
sei’s drum.<br />
Am Blumenstand hinter dem Café Schmitz kaufte er eine<br />
rote Rose und steckte sich die Blüte an das Revers seines hellen<br />
Anzugs. Schließlich hatte er etwas zu feiern. Und er wollte,<br />
dass die Welt es sah. Und warum keine rote Rose? Durfte<br />
man die nur geschenkt bekommen?<br />
Franck ging weiter, sein Schritt war etwas federnder als zuvor.<br />
Zwischen den Augenwinkeln nahm er undeutlich wahr,<br />
dass die Menschenmenge einen Bogen um eine Stelle vor den<br />
Karstadt-Schaufenstern machte. Da schien jemand auf dem<br />
Boden zu sitzen, zwei Männer, wahrscheinlich Bettler, die Flasche<br />
kreiste. Franck marschierte gedankenverloren auf das Pärchen<br />
zu, hielt unbewusst einen Sicherheitsabstand von vielleicht<br />
fünfzig Zentimetern zu dem Hut, in den die Passanten<br />
ihre Geldstücke werfen sollten. Der Hut schien leer zu sein.<br />
Franck hatte nicht die Absicht, an diesem Zustand etwas zu<br />
ändern.<br />
Plötzlich peitschte ein Schmerz durch seine linke Wade, irgendetwas<br />
hatte ihn mit voller Wucht getroffen, Franck knick–<br />
te ein, fiel auf den Boden, knallte mit dem Gesicht in eine Pfütze<br />
aus Schmutz und Alkohol. Noch ehe er begriff, was geschah,<br />
schrie einer der Bettler wie am Spieß: »Hilfe, Polizei.<br />
Der hat mich getreten. Was fällt Ihnen ein, mich zu treten!<br />
Mich, einen Krüppel! So sind sie, die feinen Leute.«<br />
Franck spürte, wie ihn kräftige Arme schüttelten und<br />
schließlich umdrehten. Und dann sah er in ein unrasiertes Gesicht,<br />
und aus diesem Gesicht schrie es wieder: »Ja, genau. Sie<br />
meine ich. Sie denken wohl, Sie könnten sich alles erlauben.<br />
Nur weil Sie einen Anzug tragen. Ich zeige Sie an. Hilfe! Polizei!<br />
Ruf doch mal einer die Polizei!«<br />
Die letzten Worte richtete der Bettler an die umstehenden<br />
Gaffer, die sich im Kreis um Franck und die beiden Penner<br />
drängten. Franck spürte, wie ihm Blut in die Mundwinkel lief.<br />
Instinktiv wischte er sich mit dem Ärmel seines Jacketts durchs<br />
Gesicht, was dessen helles Beige mit roten und anderen undefinierbaren<br />
Farbtönen mischte.<br />
»Hilfe, Polizei!«, brüllte der Bettler schon wieder. Franck<br />
sah, dass er nur ein Bein hatte.<br />
»Schreien Sie doch nicht so«, sagte er.<br />
»Ich schreie hier, so laut ich kann. Das könnte Ihnen so<br />
passen. Erst einen armen Krüppel treten, einen einbeinigen<br />
Krüppel, und dann auch noch mundtot machen wollen. Holt<br />
denn jetzt endlich einer die Polizei?«<br />
Natürlich holte keiner die Polizei. Einige Gaffer drehten<br />
ab, nachdem sie sich überzeugt hatten, dass Franck überlebt<br />
hatte und auch kein weiteres Blut fließen würde. Andere warteten<br />
gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickeln würde,<br />
wenn sie nur nicht selbst hineingezogen würden.<br />
Franck fand langsam seine Fassung wieder. »Lassen Sie mich<br />
doch endlich los! Lass mich los!«<br />
Der Bettler lockerte seinen Griff. »Das ist aber wirklich<br />
nicht in Ordnung, dass Sie mich hier einfach umlaufen.«<br />
»Das habe ich nicht. Das habe ich nicht … gewollt«, stammelte<br />
Franck. »Ich hatte eher den Eindruck, dass Sie mir ein<br />
Bein gestellt haben.«<br />
»Ich soll dir ein Bein gestellt haben?«, sagte der Bettler empört<br />
und wurde wieder laut. »Das muss man sich mal vorstellen.<br />
So eine Unverschämtheit.« Und jetzt schrie er wieder:<br />
»Ich soll dich getreten haben? Ich, ein Krüppel mit einem Bein.<br />
Erzähl das mal der Polizei.«<br />
Plötzlich mischte sich auch der Kumpel des Bettlers ein. Der<br />
war deutlich alkoholisiert und nuschelte: »Dä Schäng, dä tritt<br />
nich. Nie. Jeht doch jar nit. Armes Schwein.«<br />
»Tja, dann«, sagte Franck, »entschuldige ich mich bei Ihnen.<br />
Ich war in Gedanken. Da habe ich Sie vielleicht nicht gesehen.«<br />
Der Einbeinige lockerte seinen Griff. »Entschuldigung ist<br />
schon mal gut. Geht vielleicht auch ohne Polizei.«<br />
»Was geht vielleicht auch ohne Polizei?«<br />
»Na, das hier. Oder wollen Sie Unfallflucht begehen?«<br />
»Unfallflucht?«<br />
»Sie können hier nicht einfach weg. Ich brauche Name,<br />
Adresse.«<br />
»Name, Adresse?«<br />
»Ja, sicher. Für den Schadenersatz.«<br />
»Welchen Schadenersatz?«<br />
»Na, meine Verletzungen. Hier!« Der Bettler zeigte auf seinen<br />
Knöchel, der Fuß steckte ohne Strümpfe in zerschlissenen<br />
Schuhen. »Die blauen Flecken bringen mindestens, mindestens<br />
«, er schaute sich Franck noch einmal genauer an, »mindestens<br />
dreißig, nein, fünfzig Euro. Und dann noch die Verletzung<br />
der Menschenwürde.«<br />
»Verletzung der Menschenwürde«, wiederholte Franck verblüfft.<br />
»Ja. Verletzung der Menschenwürde. Macht noch mal fünfzig<br />
Euro.«<br />
»Sie verkaufen Ihre Menschenwürde zu billig«, sagte Franck.<br />
»Aber Sie sollen die hundert Euro bekommen. Geben Sie mir<br />
Name und Kontonummer, dann überweise ich Ihnen das<br />
Geld.«<br />
Der einbeinige Bettler schaute in die Menge. »Name und<br />
Kontonummer, meine Damen und Herren. Haben Sie das gehört:<br />
Name und Kontonummer. Wo soll ich denn so was hernehmen?<br />
Name und Kontonummer! Nix da, Bargeld lacht.«<br />
Die Menge feixte und applaudierte. Franck gelang es endlich<br />
aufzustehen. Sein Spiegelbild, das ihn aus dem Karstadt–<br />
Schaufenster anblickte, wirkte nicht sehr vertrauenswürdig.<br />
Er holte sein Portemonnaie heraus. »Ich habe nur zwanzig Euro<br />
in bar und ein paar Münzen.«<br />
»Scheckkarte dabei?«<br />
»Sie meinen, Sie nehmen auch Scheckkarten?«<br />
»Nein. Das wäre ja noch schöner. Da vorne ist ein Geldautomat.<br />
Karte rein. Hundert Euro raus und an mich weiterleiten.<br />
Ich stelle Ihnen auch gerne eine Quittung aus. Damit alles<br />
seine Ordnung hat.«<br />
Die Menge teilte sich wie das Wasser des Roten Meeres vor<br />
Moses, damit Franck ungehindert an den Geldautomaten gelangen<br />
konnte. Der Einbeinige stützte sich auf seine Krücken<br />
und eskortierte ihn. Franck ließ sich dreihundert Euro auszahlen,<br />
die der Automat in Fünfzig-Euro-Noten ausspuckte.<br />
»Hier, für Sie«, sagte Franck und gab dem Einbeinigen einen<br />
Schein.<br />
»Das sind fünfzig Euro.«<br />
»Ja.«<br />
»Ich bekomme hundert Euro.«<br />
»Wegen der Menschenwürde.«<br />
»Ja. Wegen der Menschenwürde.«<br />
»Wie heißen Sie?«<br />
»Schäng. Haben Sie doch gehört.«<br />
»Schäng?«<br />
»Alle nennen mich Schäng. Krüppels Schäng.«<br />
»Und wie heißen Sie richtig?«<br />
»Jean. Jean Leclerc.«<br />
»Schön, Jean. Hier haben Sie den Rest vom Kleingeld.«<br />
Franck hielt ihm die anderen fünf Scheine entgegen. Jeans<br />
Hand zuckte zurück, dann packte er doch zu, steckte die fünf<br />
Scheine in seine Hemdtasche und schaute sich vorsichtig um,<br />
ob auch niemand gesehen hatte, was und wie viel er bekommen<br />
hatte.<br />
»Quittung?«, fragte Jean. Franck schüttelte den Kopf.<br />
»Ist klar, Chef. Nichts für ungut«, sagte er schließlich und<br />
hinkte zurück zu seinem Kumpel. »Karl, sag dem Mann danke.<br />
Der hat uns gerade ein sehr gutes Essen spendiert«, hörte<br />
Franck Jean noch sagen. Dann zogen die beiden ab. Den Hut,<br />
der vor ihnen gelegen hatte, angelte Jean mit Hilfe einer seiner<br />
Krücken, wirbelte ihn so geschickt durch die Luft, dass er auf<br />
seinem Kopf landete, ein Kunststück, das Franck zu spontanem<br />
Applaus veranlasste. Jean fing dabei sogar noch eine<br />
Münze auf, die er an Karl weitergab, dann zockelten die beiden<br />
ab. Hoffentlich trinken die sich jetzt nicht zu Tode, dachte<br />
Franck.<br />
Aus der Menge, die sich langsam auflöste, stieg noch eine<br />
Männerstimme auf. »Nichtsnutziges Pack. Sollen mal richtig<br />
arbeiten lernen.«<br />
Franck ging auf den Rufer zu, einen alten Mann mit kleinem<br />
Hut: »Ich glaube, Sie sehen da was falsch. Die beiden haben<br />
gerade sehr hart gearbeitet und sehr ordentlich verdient.«<br />
Sein Gegenüber musterte Franck von Kopf bis Fuß, schien<br />
nicht erfreut über das, was er sah, und verstanden hatte er auch<br />
nichts. Aber er legte noch einmal los. »Und Sie, schauen Sie<br />
sich an, sehen ja selber aus wie ein Penner. Stecken wahrscheinlich<br />
mit denen unter einer Decke.«<br />
Dass er sich umziehen musste, so verdreckt, wie er inzwischen<br />
aussah, war nicht von der Hand weisen. Aber das ließ er<br />
sich doch nicht von so jemandem sagen. Und als ihm nicht sofort<br />
eine schlagfertige Antwort einfiel, nahm er dem Mann<br />
den Hut vom Kopf, warf ihn vor dessen Füße, schnippte ein<br />
Geldstück achtlos hinterher und traf genau in die Kopfbedeckung.<br />
Dann ging er ab, ohne sich umzudrehen, und fühlte sich<br />
richtig gut.</p>
<p>Was für ein seltsamer Frühlingsmorgen, dachte Franck, als<br />
er die Mittelstraße erreichte, wo er sich neu einkleiden wollte.<br />
Der Einkaufsbummel mit Stefanie, das Wortgefecht über Zeit<br />
und Liebe mit der Verkäuferin Christina Brandt, der Zusammenstoß<br />
mit dem einbeinigen Bettler Krüppels Schäng, und<br />
jetzt dieser Giftzwerg mit Hut. Dem, wenigstens dem hatte er<br />
es gegeben.<br />
Giftzwerg mit Hut. Das gefiel ihm. Schade, dass ihm dieser<br />
Begriff so spät eingefallen war, das wäre ein guter verbaler<br />
Konter gewesen. Aber die Aktion mit dem fliegenden Hut und<br />
der Spende war auch nicht schlecht. Müssen Hüte eigentlich so<br />
hässlich sein? Er kannte überhaupt nur einen Menschen, der<br />
regelmäßig Hut trug, Benno, den Maler. Dessen Hüte waren<br />
sehr schick. Im Sommer schmückte er sich mit einem Strohhut.<br />
Und was trug er im Winter? Franck nahm sich vor, Benno bei<br />
Gelegenheit auszufragen.<br />
Beim Herrenausstatter wunderte man sich nicht schlecht<br />
über Francks Aufzug. »Sind Sie überfallen worden? Sollen wir<br />
die Polizei rufen? Es wird ja leider immer schlimmer mit der<br />
Kriminalität«, ereiferte sich der Geschäftsführer.<br />
»Nein, nein. Nichts passiert. Ich bin ausgerutscht. Ich brauche<br />
nur etwas zum Anziehen. Sie haben doch meine Maße.<br />
Wäsche, Hemd, Hose, Jackett. Das ist alles.«<br />
»Herr von Franckenhorst, Sie tragen maßgeschneidert, da<br />
können wir doch nicht von der Stange.«<br />
»Sie meinen, dass ich nackt …« Franck hatte begonnen, sich<br />
mitten im Laden auszukleiden.<br />
»Natürlich nicht. Aber wenn Sie dann bitte mit nach hinten<br />
kommen wollen.«<br />
Es dauerte keine zwanzig Minuten, dann war Franck von<br />
Kopf bis Fuß neu eingekleidet und der Geschäftsführer einem<br />
Nervenzusammenbruch nahe. Jeden Stil-Ratschlag hatte<br />
Franck brüsk abgelehnt und genau das Gegenteil genommen.<br />
Zur schwarzen Hose braune Schuhe und weiße Socken. Obenrum<br />
ein Pepita-Jackett und ein hellblaues Hemd. Statt einer<br />
Krawatte ein rosa Seidentuch. Und als er zum Schluss noch<br />
nach einem Hut fragte, war der Geschäftsführer sichtlich froh,<br />
sagen zu können: »Hüte führen wir nicht.«<br />
Franck drehte sich vor dem Spiegel und gefiel sich. So wür–<br />
de er morgen zu seiner Inthronisierung erscheinen. Er stellte<br />
sich das entsetzte Gesicht seines Vaters vor und spürte Genugtuung.<br />
Sein Vater würde mit Sicherheit noch entsetzter reagieren<br />
als der Herrenausstatter, der noch einmal nachfragte: »Und<br />
Ihnen fehlt ganz bestimmt nichts? Soll ich nicht vielleicht doch<br />
die Polizei rufen? Oder den Krankenwagen?«<br />
»Nein, nein. Alles in bester Ordnung. Es wäre nur schön,<br />
wenn Sie meine alten Sachen reinigen und mir nach Hause<br />
schicken würden.«</p>
<p>Franck schaute auf die Uhr. Es war Viertel nach sieben Uhr<br />
abends. Noch knapp zwanzig Stunden, dann würde er Herr<br />
über hundert Millionen Euro sein.<br />
Er saß mit Stefanie am kleinen Tisch im Esszimmer seines<br />
Penthouse am Brüsseler Platz. Stefanie trug das kleine Schwarze,<br />
das sie sich am Morgen ausgesucht hatte. Franck trug seine<br />
Lange-Tourbillon und sonst nichts.<br />
Stefanie hatte ihn ausgelacht, als er mit seiner bunten Herrenausstatter–<br />
Sammlung zu Hause erschienen war. Dann zerrte<br />
sie ihn vor den Spiegel, und da packte auch ihn der Lachkrampf.<br />
Aus dem Radio erklang »Sex Bomb« von Tom Jones,<br />
Franck nahm den Rhythmus auf und begann den ersten Striptease<br />
seines Lebens. Erst entledigte er sich des rosa Seidentuchs,<br />
sah das offene Fenster und ließ es in die Frühlingsluft<br />
hinausflattern. Die verirrten Papageien in den Bäumen rund<br />
um St. Michael kommentierten das Spektakel mit lautem Gejohle.<br />
Das Pepita-Jackett landete auf einer Bank, das blaue<br />
Hemd verfing sich in einem Ast, die schwarze Hose und die<br />
braunen Schuhe landeten in einem Papierkorb, die weißen Socken<br />
fing ein kleiner Junge auf, der seine Kameraden zusammentrommelte.<br />
Die kleine Schar war enttäuscht, als zunächst<br />
nur noch eine Unterhose vom Dach herabflatterte. Jedenfalls<br />
sammelten sie alle Kleidungsstücke ein, nur das blaue Hemd<br />
flatterte weiter im Abendwind.<br />
»Und jetzt du«, sagte Franck zu Stefanie.<br />
»Was meinst du?«, fragte sie.<br />
»Jetzt wirfst du deine Kleider raus. Die Menge wartet.«<br />
Stefanie lachte, als sie die Jungs unten stehen sah. »Ja, ich<br />
mach’s. Aber das kleine Schwarze behalte ich.«<br />
Stefanie zog das kleine Schwarze aus und legte es vorsichtig<br />
auf einen Stuhl. Dann trat sie an die Brüstung, winkte, streifte<br />
ihren BH ab und warf ihn auf den Platz, wo die Jungs ganz still<br />
geworden waren und die Köpfe nach oben reckten. Stefanie<br />
ließ den Slip hinabflattern und die Seidenstrümpfe. Und sogar<br />
die Stöckelschuhe warf sie runter. Als sie völlig nackt war, drehte<br />
sie sich dreimal langsam um sich selbst und verschwand lachend<br />
im Zimmer.<br />
Franck sah ihr erregt zu. Stefanie war eine schöne Frau.<br />
Leider liebte er sie nicht. Wusste er überhaupt, was Liebe war?<br />
Zeit ist Liebe, hatte diese Verkäuferin zu ihm gesagt. Christina<br />
Brandt. Warum dachte er jetzt an sie, wo Stefanie sich gerade<br />
für ihn ausgezogen hatte? Stefanie zog sich das kleine Schwarze<br />
über und setzte sich zu Franck an den Tisch.<br />
»Und jetzt?«, fragte sie und sah ihn mit großen Augen an.<br />
Ihr Kleid war tief ausgeschnitten, und dieser Anblick erotisierte<br />
Franck mehr als ihre Show auf der Terrasse.<br />
»Lass uns die Armut feiern, solange es sie noch gibt.«<br />
Franck nahm sein Champagnerglas und prostete Stefanie<br />
zu.<br />
Sie hatte wohl etwas anderes erwartet, aber auch sie nahm<br />
ihr Glas und trank einen Schluck. »Was hast du dir nur mit<br />
deinem bunten Outfit gedacht? Männer sollten nie ohne Frauen<br />
einkaufen gehen.«<br />
»Ich wollte meinen Vater ärgern.«<br />
»Und dafür machst du dich zum Clown? So wird das<br />
nichts.«<br />
Stefanie stand auf und beäugte Franck. »Du bist größer als<br />
dein Vater. Du siehst besser aus. Wo ist das Problem?«<br />
»Mein Vater ist reicher als ich, skrupelloser, geschäftstüchtiger.<br />
Er hält nichts von mir.«<br />
»Warum sollte er auch. Du bist kein Gegner für ihn. Du<br />
bist sein Sohn.«<br />
»Was soll das jetzt heißen?«<br />
»Väter wollen immer, dass ihre Söhne alles das leisten, was<br />
sie selbst nicht geschafft haben. Sei groß, sei schön, sei elegant.<br />
Und dann, dann greifst du an.«<br />
»Warum sollte ich angreifen? Wo soll ich angreifen?«<br />
»Warum? Was weiß ich. Ich sehe nur, dass er dich nervt und<br />
verrückt macht. Wenn du das Spiel mitspielen willst, dann spiel<br />
es. Sonst nimm deine Millionen, die die du jetzt schon hast,<br />
und entführ mich auf eine einsame Insel.«<br />
»Du meinst, ich wäre reif für die Insel?«<br />
»Du benimmst dich wenigstens so.«<br />
Sie lachte und zupfte ihn vorsichtig an den Haaren. Franck<br />
wehrte sie ab.<br />
»Stefanie?«<br />
»Ja.«<br />
»Ich liebe dich nicht.«<br />
»Ich weiß.«<br />
»Und es macht dir nichts aus?«<br />
»Doch. Aber nicht wirklich.«<br />
»Wie meinst du das?«<br />
»Du kannst nichts dafür. Du weißt gar nicht, was das ist,<br />
Liebe. Du weißt ja nicht mal, was Freundschaft ist.«<br />
»Ich brauche keine Freunde.«<br />
»Jeder braucht Freunde. Du hast keine Freunde. Bekannte,<br />
ja. Viele. Manche, die auf dein Geld aus sind. Manche, die es toll<br />
finden, die Telefonnummer von Franck von Franckenhorst zu<br />
kennen. Schmeichler. Schmarotzer. Alles, was man kaufen kann<br />
oder am besten nicht kaufen sollte. Du hast keine Freunde,<br />
aber du hast mich.«<br />
»Zu welcher Kategorie zählst du dich denn?«<br />
»Zu den Menschen. Einfach zu den Menschen.«<br />
»Und du willst gar nichts von mir?«<br />
»Doch, natürlich will ich was. Ich will, dass du mich begehrst.<br />
Ich will dein Geld. Das ist praktisch für mich, und dir<br />
tut es nicht weh. In Gelddingen bist du sogar großzügig. Das<br />
Leben mit dir ist immer für Überraschungen gut. Ich liebe<br />
Überraschungen. Und ich sehe immerhin, dass du auf der Suche<br />
bist. Nach Menschen. Vielleicht sogar nach dem Menschen<br />
in dir.«<br />
»Ich begehre dich.«<br />
»Das will ich schwer hoffen.«<br />
»Ich will mit dir schlafen.«<br />
Stefanie lachte und zog ihn ins Schlafzimmer.</p>
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		<title>Das SYNDIKAT hat ein neues Mitglied</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 16:11:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Im SYNDIKAT, der “Autorengruppe deutschsprachige Kriminallliteratur”, sind &#252;ber 500 professionelle Krimiautorinnen und –autoren aus Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz aktiv, darunter u.a. Andrea Maria Schenkel, Gisbert Haefs, Sebastian Fitzek, Ingrid Noll, Jacques Berndorf, Bernhard Schlink, Iny Lorentz, Friedrich Ani, Stefan Slupetzky, Urs Schaub und Ulrich Wickert. So steht es auf der SYNDIKAT-Homepage.
Gegr&#252;ndet wurde das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=franzmann-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3897056313" align="right" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe><a href="http://www.das-syndikat.com"><img src="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/syndikat.jpg" alt="" title="syndikat" width="181" height="117" class="alignleft size-full wp-image-890" border="0"/></a> Im <a href="http://das-syndikat.com">SYNDIKAT</a>, der “Autorengruppe deutschsprachige Kriminallliteratur”, sind über 500 professionelle Krimiautorinnen und –autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv, darunter u.a. Andrea Maria Schenkel, Gisbert Haefs, Sebastian Fitzek, Ingrid Noll, Jacques Berndorf, Bernhard Schlink, Iny Lorentz, Friedrich Ani, Stefan Slupetzky, Urs Schaub und Ulrich Wickert. So steht es auf der SYNDIKAT-Homepage.<span id="more-887"></span></p>
<p>Gegründet wurde das Autorennetzwerk 1986 mit dem Ziel, die deutschsprachige Kriminalliteratur zu fördern, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, sowie für die Mitglieder ein Forum des Austauschs zu schaffen. Von Beginn an ist das SYNDIKAT Mitglied in der A.I.E.P., der internationalen Krimischreibervereinigung.</p>
<p>Das SYNDIKAT veranstaltet jährlich das große Krimi-Festival “CRIMINALE”, Tatort 2010 wird in der Nordeifel sein.</p>
<p>Seit heute hat das SYNDIKAT ein neues Mitglied: mich! Ich bin sehr gespannt auf den künftigen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. </p>
<p><a href="http://das-syndikat.com/?page_id=98&#038;auth_id=659">Hier geht es zu “meiner” Seite beim SYNDIKAT.</a></p>
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		<item>
		<title>“Reviergespr&#228;ch” bei center.tv in Bochum</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 11:52:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Friedhelm G&#246;rgens, Moderator von center.tv Ruhr, hat mich (Edgar Franzmann) zum “Reviergespr&#228;ch” eingeladen. Das 45-Minuten-Gespr&#228;ch wurde Mitte Dezember aufgezeichnet, am ersten Januar-Wochenende gesendet und jetzt auch online ver&#246;ffentlicht.
Video: Teil 1 des center.tv Reviergespr&#228;chs
Video: Teil 2 des center.tv Reviergespr&#228;chs
G&#246;rgens befragt mich nicht nur zu meinem K&#246;ln-Krimi “Millionenallee”, sondern “springt” durch mein halbes Leben, Themen sind u.a. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=franzmann-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3897056313" align="right" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Friedhelm Görgens, Moderator von center.tv Ruhr, hat mich (Edgar Franzmann) zum “Reviergespräch” eingeladen. Das 45-Minuten-Gespräch wurde Mitte Dezember aufgezeichnet, am ersten Januar-Wochenende gesendet und jetzt auch online veröffentlicht.</p>
<p><a href="http://link.koeln.de/ctv1">Video: Teil 1 des center.tv Reviergesprächs</a><br />
<a href="http://link.koeln.de/ctv2">Video: Teil 2 des center.tv Reviergesprächs</a></p>
<p><span id="more-873"></span>Görgens befragt mich nicht nur zu meinem Köln-Krimi “Millionenallee”, sondern “springt” durch mein halbes Leben, Themen sind u.a. die “68-er Jahre”,  Journalismus bei Zeitungen und im Internet, das aktuelle Thema “Kulturhauptstadt Europas” (warum Essen/Ruhrgebiet und nicht Köln?) und — das ist in jedem “Reviergespräch” so — der Fußball, wo es vor allem um den 1. FC Köln und Schalke 04 geht und ein denkwürdiges Pokal-Halbfinale.</p>
<div id="attachment_884" class="wp-caption aligncenter" style="width: 512px"><a href="http://link.koeln.de/ctv1"><img src="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/reviergespraech.jpg" alt="" title="Reviergespr&#228;ch" width="502" height="339" class="size-full wp-image-884" /></a><p class="wp-caption-text">Reviergespräch bei center.tv Ruhr</p></div>
<p>center.tv Ruht hat natürlich versucht, auch alle meine “Bezüge” zum Ruhrgebiet zu finden, da muss dann herhalten, dass ich in Krefeld geboren wurde und in Krefeld-Uerdingen (mit Blick auf Duisburg auf der anderen Rheinseite) Abitur gemacht habe, dass ich fast in Bochum studiert hätte. </p>
<p>Die zeitweise eingeblendete Information “verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Essen” ist etwas übertrieben. Richtig ist: Mein Vater arbeitete einige Jahre lang als Kriminalbeamter in Essen und in dieser Zeit war ich dann auch tatsächlich des öfteren im Ruhrgebiet. </p>
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		<title>Interview zum K&#246;ln-Krimi “Millionenallee”</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 22:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aveleen Avide ist eine bekannte Autorin mit einem sehr bekannten Blog, in dem sie regelm&#228;&#223;ig Autoren interviewt. Der erste Beitrag des neuen Jahres ist ein Interview mit mir &#252;ber meinen K&#246;ln-Krimi “Millionenallee”. Das Interview wurde Ende 2009 per E-Mail gef&#252;hrt.
Hier das komplette Interview auf ihrer Website lesen.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=franzmann-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3897056313" align="right" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Aveleen Avide ist eine bekannte Autorin mit einem sehr bekannten Blog, in dem sie regelmäßig Autoren interviewt. Der erste Beitrag des neuen Jahres ist ein Interview mit mir über meinen Köln-Krimi “Millionenallee”. Das Interview wurde Ende 2009 per E-Mail geführt.</p>
<p><a href="http://aveleen-avide.blog.de/2010/01/02/interview-edgar-franzmann-7678267/">Hier das komplette Interview auf ihrer Website lesen.</a></p>
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		<item>
		<title>K&#246;lner Stadt-Anzeiger stellt meinen K&#246;ln-Krimi “Millionenallee” vor</title>
		<link>http://www.franzmann.de/2009-12-16-koelner-stadt-anzeiger-stellt-millionenallee-vor/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 13:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet: Der K&#246;lner Stadt-Anzeiger stellt in der heutigen Ausgabe (Mittwoch, 16. Dezember 2009) meinen K&#246;ln-Krimi “Millionenallee” vor.
Auf Seite 32 in der B&#252;cher-Rubrik des K&#246;lner Lokalteils steht ein sch&#246;ner Zweispalter, &#220;berschrift: “Mordversuch auf Melaten — K&#246;ln-Krimi Bettler rettet Edelmann”.
Im Anhang finden Sie die komplette Kritik als gescannten Ausriss aus der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=franzmann-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3897056313" align="right" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet: Der Kölner Stadt-Anzeiger stellt in der heutigen Ausgabe (Mittwoch, 16. Dezember 2009) meinen Köln-Krimi “Millionenallee” vor.</p>
<p>Auf Seite 32 in der Bücher-Rubrik des Kölner Lokalteils steht ein schöner Zweispalter, Überschrift: “Mordversuch auf Melaten — Köln-Krimi Bettler rettet Edelmann”.<span id="more-837"></span></p>
<p>Im Anhang finden Sie die komplette Kritik als gescannten Ausriss aus der Zeitung. Um die Lesbarkeit zu erhöhen, ist der Text leicht vergrößert. Das Autorenkürzel “fra” verweist auf Stadt-Anzeiger-Redakteur Helmut Frangenberg, der selbst zwei Köln-Krimis veröffentlicht hat.</p>
<div id="attachment_843" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/ksta_gr.gif"><img src="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/ksta_gr.gif" alt="Ausriss aus dem K&#246;lner Stadt-Anzeiger vom 16.12.2009" title="ksta_gr" width="450" height="505" class="size-full wp-image-843" /></a><p class="wp-caption-text">Ausriss aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 16.12.2009</p></div>
<p><br clear="all"></p>
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		<title>“Millionenallee” wieder auf Platz 3 der K&#246;ln-Bestseller</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 10:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Mittwoch, den 16. Dezember 2009, kletterte “Millionenallee” zum zweiten Mal auf Platz 3 der “K&#246;ln-Bestseller” auf amazon.de — hinter zwei B&#252;chern von Frank Sch&#228;tzing.
Erstmals &#252;berhaupt wurde mein K&#246;ln-Krimi auch in den Top 100 der deutschlandweiten Krimi-Liste aufgef&#252;hrt.
Amazon.de aktualisiert seine Bestsellerlisten st&#252;ndlich, sodass das Buch ganz sicher schnell wieder in der Liste weiter nach unten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=franzmann-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3897056313" align="right" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Am Mittwoch, den 16. Dezember 2009, kletterte “Millionenallee” zum zweiten Mal auf Platz 3 der “Köln-Bestseller” auf amazon.de — hinter zwei Büchern von Frank Schätzing.</p>
<p>Erstmals überhaupt wurde mein Köln-Krimi auch in den Top 100 der deutschlandweiten Krimi-Liste aufgeführt.</p>
<p>Amazon.de aktualisiert seine Bestsellerlisten stündlich, sodass das Buch ganz sicher schnell wieder in der Liste weiter nach unten rutschen wird. Aber immerhin gibt es einen Screenshot:</p>
<p><a href="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/amazon-3-161209.png"><img src="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/amazon-3-161209.png" alt="amazon-3-161209" title="amazon-3-161209" width="618" height="111" class="alignnone size-full wp-image-864" /></a></p>
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		<title>Video: Tom Gerhardt &#252;ber “Millionenallee”</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 14:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Danke an die lieben Menschen von center.tv: Hier ist der Ausschnitt aus dem  “Stadtgespr&#228;ch” mit Tom Gerhardt, in dem der Comedian erkl&#228;rt, dass und warum er meinen K&#246;ln-Krimi “Millionenallee” liest und zur Lekt&#252;re empfiehlt. Das Interview f&#252;hrte Stef­fen Ree­der. 
“Millionenallee” online bei amazon bestellen.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/To3hdNjz_3M&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/To3hdNjz_3M&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Danke an die lieben Menschen von center.tv: Hier ist der Ausschnitt aus dem  “Stadtgespräch” mit Tom Gerhardt, in dem der Comedian erklärt, dass und warum er meinen Köln-Krimi “Millionenallee” liest und zur Lektüre empfiehlt. Das Interview führte Stef­fen Ree­der. <a href="http://link.koeln.de/ma"><img src="http://www.franzmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/millionenallee_kl.jpg" border="0" class="alignright" align="right"></a></p>
<p><a href="http://link.koeln.de/ma">“Millionenallee” online bei amazon bestellen.</a></p>
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		<title>J&#252;rgen Sch&#246;ns Kritik zu “Millionenallee”</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 13:33:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[J&#252;rgen Sch&#246;n, freier Journalist in K&#246;ln, hat im Online-Magazin koeln-nachrichten.de eine Kritik &#252;ber meinen K&#246;ln-Krimi “Millionenallee” geschrieben. Sch&#246;ns Kritik gipfelt in dem Lob “fl&#252;ssig und spannend geschrieben, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand l&#228;sst, bis man ans Ende kommt”, aber im Detail hat er dann nat&#252;rlich doch noch einige Schw&#228;chen entdeckt. Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=franzmann-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3897056313" align="right" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Jürgen Schön, freier Journalist in Köln, hat im Online-Magazin koeln-nachrichten.de eine Kritik über meinen Köln-Krimi “Millionenallee” geschrieben. Schöns Kritik gipfelt in dem Lob “flüssig und spannend geschrieben, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand lässt, bis man ans Ende kommt”, aber im Detail hat er dann natürlich doch noch einige Schwächen entdeckt. Eine sehr fundierte Besprechung.</p>
<p><a href="http://link.koeln.de/majs">Zur “Millionenallee”-Kritik auf koeln-nachrichten.de</a></p>
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		<title>Tom Gerhardt &#252;ber “Millionenallee”: “Unbedingt lesen!”</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 11:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edgar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wusste, dass Comedian Tom Gerhardt (Hausmeister Krause) im “Stadtgespr&#228;ch” auf center.tv mein Buch “Millionenallee” erw&#228;hnen w&#252;rde, aber dass er es so &#252;berschwenglich lobte, damit hatte ich nicht gerechnet. Der Comedian &#252;ber meinen K&#246;ln-Krimi: “Den will ich unbedingt lesen. Edgar Franzmann ist ein toller Schreiber.”
Nach der Aufzeichnung des Talks hatte mich Thomas angerufen: “Man hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS2=1&#038;nou=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=franzmann-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=3897056313" align="right" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Ich wusste, dass Comedian Tom Gerhardt (Hausmeister Krause) im “Stadtgespräch” auf center.tv mein Buch “Millionenallee” erwähnen würde, aber dass er es so überschwenglich lobte, damit hatte ich nicht gerechnet. Der Comedian über meinen Köln-Krimi: “Den will ich unbedingt lesen. Edgar Franzmann ist ein toller Schreiber.”<span id="more-802"></span></p>
<p>Nach der Aufzeichnung des Talks hatte mich Thomas angerufen: “Man hat mich gefragt, was ich zur Zeit lesen würde, da habe ich dein Buch erwähnt.”</p>
<p>Die Erstausstrahlung des “Stadtgesprächs” war Freitagabend (4.12.2009), die ich nicht sehen konnte. Dafür habe ich mir die erste Wiederholung am heutigen Samstag um 11 Uhr angesehen. Es war kurz vor Schluss der 45-Minuten-Sendung, als Moderator Steffen Reeder fragte, ob Tom viel lese.</p>
<p>Und dann sprudelte es regelrecht aus Tom Gerhardt raus: “Ja. Und als nächstes will ich unbedingt ‘Millionenallee’ von Edgar Franzmann lesen. Dieser Köln-Krimi hat eine außergewöhnliche Figurenkonstellation, einen Millionenerben und einen Bettler, der auf dem Melatenfriedhof wohnt, die gemeinsam ein Verbrechen aufklären. Ich kenne Edgar Franzmann aus einer gemeinsamen Zeit bei der Zeitung, ich weiß, dass er ein toller Schreiber ist.”</p>
<p>Vor vielen Jahren, als er am Anfang seiner Karriere stand, waren wir mal Kollegen im Kultur-Ressort des EXPRESS, als die Kölner Boulevardzeitung sich noch eine eigenständige “Kultur” leistete. Wir redigierten gegenseitig unsere Texte,  schön, dass er mich trotzdem in so guter Erinnerung hat.</p>
<p>Das center.tv-Stadtgespräch mit ihm war sowieso sehr unterhaltend. Wer Tom Gerhardt mal etwas privater erleben will, wird überrascht sein, wie brav und bürgerlich er aufgewachsen ist, ehe er seine speziellen  Typen auf die Bühne brachte. </p>
<p>Nächste Wiederholungen des Stadtgesprächs mit Tom Gerhardt auf center.tv Köln: Sonntag 6.12. (21 h), Montag 7.12. (11 h und 15 h).</p>
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