Einen Tag früher als eigentlich geplant wurde unsere Slow Fox zu Wasser gelassen. Weil Mijnheer Driessen für Freitag schlechteres Wetter mit viel Wind erwartet, schritt er schon heute zur Tat – und wir waren zum Glück rechtzeitig vor Ort.
So konnte Micky – noch an Land – die Buchstaben mit dem Schiffsnamen anbringen: Slow Fox prangt jetzt in marineblauen Buchstaben zweimal am Bug und einmal am Heck. Dort ist auch noch der Heimathafen Roermond angegeben.
Schmuck sieht sie aus, unsere Slow Fox, mit dem neuen Oberwasseranstrich und ihrem neuen Namen. Micky war sichtbar zufrieden und Edgar auch.
Mijnheer Driessen schleppte das Schiff mit dem Traktor zum Kran, assistiert von Meron, der einige Arbeiten im Inneren unseres Schiffes ausgeführt hatte.
Zwei starke Bänder wurden um den Rumpf des Schiffes gelegt, Tragkraft bis zu 16 Tonnen. Schiffe bis zu einer Länge von 13 Metern können bei Driessen in Roermond mit dem Kran an Land gehievt werden – und zurück ins Wasser.
Das Manöver verlief komplikationslos. Auf dem Wasser angekommen, wurden die Batterien angeschlossen und der Motor gestartet, der beim zweiten Versuch ansprang, keine Selbstverständlichkeit nach dem langen Winter und der vierwöchigen Ruhe an Land.
Micky strahlt, nachdem sie den Namen Slow Fox am Schiff angebracht hat.
Da wir erst für Freitag mit der Wasserung gerechnet hatten, hatten wir weder Festmacherleinen noch Fender parat, aber Mijnheer Driessen half uns aus. Er steuerte das Schiff Richtung Liegeplatz Nr. 120, wo unsere Slow Fox jetzt ihr Stammquartier gefunden hat.
Es sind noch nicht alle Arbeiten erledigt. Die Schraube soll noch einmal ausgetauscht werden, die neue Schraube beschleunigt das Schiff sehr stark, ein Fenster muss erneuert werden, das neue Ladegerät muss angeschlossen werden. Dann steht auch noch die Überprüfung der Gasanlage und der Wasserpumpen aus.
Und Micky und ich haben natürlich jede Menge damit zu tun, das Schiff von innen und außen zu reinigen und einzurichten. Aber jetzt, wo die Slow Fox im Wasser liegt, macht auch diese Arbeit gleich mehr Spaß, denn jetzt gibt es nicht nur die Arbeit, sondern auch das großartige Hafengefühl dazu.
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