Schreibraum für Kölner Autoren

Schreibraum Köln

Schreibraum Köln
Blick in den Schreibraum Köln
Seit Anfang Oktober gibt es im Kölner Pantaleonsviertel den „Schreibraum Köln“, einen „Coworkingspace“ für Autorinnen und Autoren. Ich bin einer von insgesamt siebzehn Nutzern der ersten Stunde.

Der Schreibraum befindet sich in einem Altbau in der Steinstraße, Räume im Erdgeschoss und in einem großen Keller stehen zur Verfügung. Es gibt bis zu zwölf Arbeitsplätze, eine kleine moderne Küche inklusive Kühlschrank und Spülmaschine. Die Kaffeepad-Maschine wurde von Jörg, einem der Nutzer, gestiftet.

Im Keller befinden sich kleine Konferenzräume und Regale, in denen eine Bibliothek mit Werken Kölner Autoren entstehen soll, natürlich auch den Werken der Schreibraum-Nutzer.

Bis Ende des Jahres wird der Schreibraum durch das Literaturhaus betreut, das auch den Kontakt zu den Hausbesitzern und zur Stadt Köln herstellte, die das Projekt fördert.

Mit Beginn des neuen Jahres soll der Schreibraum in die Selbstverwaltung eines literarischen Vereins übergehen, der sich zur Zeit in Gründung befindet.

68 – Der Krimi – Wie ich die Studentenrevolte fast verpasst hätte

(Das Bild oben zeigt die Fachschaft Philosophie vor den Räumen des Republikanischen Clubs in der Straße Am Römerturm. Ich bin derjenige, der vor bzw. hinter dem Polizeiauto liegt. Foto: Jens Hagen)

Das Cover von „68“
Ja, ich bin ein „68er“. Ja, ich habe einen Krimi über die Studentenrevolte geschrieben – 50 Jahre danach.

Ich kam Mitte 1967 an die Kölner Uni und habe die Studentenrevolte miterlebt, die man später als „68er-Bewegung“ bezeichnete. Für mich waren das prägende Jahre, obwohl ich für die Studentenbewegung ganz sicher weniger wichtig war, als die Studentenbewegung für mich.

Dabei hätte ich die heiße Zeit um ein Haar verpasst, wie mir bei einem Klassentreffen in diesen Tagen – 50 Jahre nach dem Abitur – in Krefeld-Uerdingen bewusst wurde. „68 – Der Krimi – Wie ich die Studentenrevolte fast verpasst hätte“ weiterlesen

Zornett Nr. 1

Zornett Nr. 1

Im Alter muss ich noch Zornette schreiben
Mit Glut im Herzen und mit Wut im Bauch,
Ein Tritt in fette Hintern tät es auch,
Doch so tief wollte ich nie stecken bleiben.

Euch Zartbesaitete soll man nicht stören
Mit Schreckensbildern voller Blut und Tod,
Mit Kinderleichen, Krieg und Hungersnot,
Doch wer, wie ihr, nicht fühlen will, muss hören.

Das Elend eurer Welt ist Tagesschau
Zum Abendmahl, Forelle blau TV,
Und auch ein herber Riesling darf nicht fehlen,

Solang das Grauen hinterm Bildschirm sitzt
Und euch das Hirn nicht auf den Teller spritzt,
Ist alles gut. Ihr armen, kalten Seelen.

(Amsterdam, Juli 2017)