Lese- und Schreib-Tipp: Shakespeare for Screenwriters

shakespeareAm Leidseplein in Amsterdam, im Gebäude der Stadsschouwburg (Stadttheater), gibt es eine kleine Buchhandlung, die auf Theater und Film spezialisiert ist. Bei jedem Amsterdambesuch schaue ich dort vorbei, auch letzte Woche wurde ich wieder fündig. Das Buch, das ich inzwischen gelesen habe und das ich empfehlen möchte, heißt „Shakespeare for Screenwriters“ und stammt von der Amerikanerin J.M. Evenson.

Stevenson analysiert vierzehn Dramen Shakespeares und arbeitet heraus, was Drehbuchschreiber (aber auch andere Geschichtenerzähler) für ihre eigenen Arbeiten daraus lernen können oder wie Filmemacher Shakespeares Prinzipien bereits umgesetzt haben.

„Hamlet“ wird etwa in Beziehung gesetzt zu „On The Waterfront“ (1954), „Rebell Without A Cause“ (1955) und „Good Will Hunting“ (1997).

Stevensons Analysen sind kurz und kurzweilig. Jedes Kapitel endet mit einer kleinen Schreibübung.

Wie hat Shakespeare das gemacht? Die Frage wird mehrmals beantwortet. Mal ernst, mal weniger ernst. Unter anderem hat das Genie ziemlich viel abgekupfert, nachempfunden, umgearbeitet. Und noch eines kann man von Shakespeare lernen: Es gibt keine Regel, die man nicht brechen dürfte.

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