Ein gedrucktes Buch in der Hand zu halten und zu lesen ist ein wunderbares Gefühl, und das nicht nur bei Büchern, die man selbst geschrieben hat. Aber möglicherweise erleben wir gerade das Ende des Buchdruckzeitalters. In den USA verkauft Amazon inzwischen mehr elektronische als gedruckte Bücher.
Hier die AFP-Meldung vom Tage:
Der US-Internetbuchhändler Amazon verkauft inzwischen mehr elektronische Bücher als solche mit Festeinband. In den vergangenen drei Monaten seien über die Website amazon.com auf hundert Hardcover-Verkäufe im Schnitt 143 elektronische Bücher für das mobile Lesegerät Kindle gekommen, teilte Amazon in den USA mit. Im vergangenen Monat seien es sogar 180 E-Bücher auf hundert Bücher mit festem Einband gewesen. Dabei sei der Verkauf von Hardcover-Büchern aber dennoch weiter gewachsen. Angaben zum Taschenbuchbereich machte Amazon nicht.
Die Entwicklung sei “erstaunlich”, erklärte Amazon-Chef Jeff Bezos. Der Internet-Shop verkaufe seit 15 Jahren Hardcover-Bücher, elektronische Bücher für das Kindle-Gerät dagegen erst seit knapp drei Jahren. Ein Grund für die rasante Entwicklung in den vergangenen Wochen ist laut Bezos die Preissenkung für den Kindle. Amazon hatte den Preis in den USA am 21. Juni von 259 auf 189 Dollar gesenkt. Grund war die Konkurrenz durch das iPad des Computerherstellers Apple, auf dem ebenfalls elektronische Bücher gelesen werden können.