Die Dame ist 87 und wird im August 88: Emmy, meine Mutter, eine außergewöhnliche Frau. Am Mittwoch hatte ich endlich Zeit, mit ihr mal wieder einen größeren Ausflug zu machen.
Von Krefeld-Gellep-Stratum aus fuhren wir zur Rheinfähre nach Nierst und setzten über nach Kaiserswerth. Emmy blieb zwar im Wagen sitzen und hielt sich sicherheitshalber auch besonders gut fest, aber die Überfahrt verlief ohne Probleme.
In Kaiserswerth gönnten wir uns in einem Café, das sie seit Jahrzehnten liebt, jeder ein Stück Sahne-Nuss-Torte. Anschließend bummelten wir über die Kaiserswerther Hauptstraße und entdeckten in den Schaufenstern teils sehr teure Kleider. Hier kauft die betuchte Düsseldorfer Kundschaft.
Unser Einkaufsbummel fand dann etwas preiswerter in Krefeld statt, wobei ein Teil der Hochstraße inzwischen sehr zu einer Billigmeile mit viel Ramsch geworden ist. Aber auch in den Geschäften, die meine Mutter bevorzugt, wurden wir heute nicht fündig. Sie kaufte sich keine neue Sonnebrille, und sie fand auch nicht das gewünschte Kleidungsstück.
Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein Eis. Und zu Hause brachte ich die funkgesteuerte Küchenuhr wieder in Gang, die seit der versuchten Umstellung auf die Sommerzeit irgendwie die Orientierung verloren hatte und nicht über 12 Uhr hinauskam. Eine neue Batterie und ein kleiner Abstecher in den Garten, um neuen Funkkontakt zu bekommen, reichten aus, das Problem zu beheben.