1. Et es, wie et es. 2. Et kütt, wie et kütt. 3. Et hätt noch immer jot jejange. Das ist angewandte Philosophie auf kölsche Art. Und Motto unserer Kolumne “Sie KÖLN uns mal …” von koeln.de-Chefredakteur Edgar Franzmann. Heute: Zwei CDU-Minister aus NRW für Merkel!
Bundeskanzlerin zu sein ist auch nicht mehr das, was es mal war. Die Kanzlerin bestimmt die Richtlinien der Politik, so steht es geschrieben. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Die Bundeskanzlerin kann froh sein, wenn sie vor der Presse erfährt, wen zum Beispiel der bayrische Ministerpräsident zum Bundeswirtschaftsminister macht. Da stiehlt sich Herr Glos vom Acker, und nach einigem Hüh und Hott präsentiert Seehofer seinen CSU-Generalsekretär zu Guttenberg als Nachfolger.
Wieso darf Herr Seehofer bestimmen, wer an Angela Merkels Kabinettstisch sitzt? Das ist ja ungefähr so, als würde Uli Hoeness (Bayern München) dem Christoph Daum (1. FC Köln) die Mannschaftsaufstellung diktieren. Daum ließe sich das - natürlich - nicht bieten. Und Frau Merkel? Sie freut sich auf die Zusammenarbeit.
Wo bleibt der Aufschrei der CDU in Nordrhein-Westfalen und ihrem Spielführer Jürgen Rüttgers? Die NRW-CDU stellt im Bundestag genau so viele Abgeordnete wie die bayrische CSU. Die bayrische CSU stwellt zwei Minister, die NRW-CDU stellt keinen Minister.
Deshalb fordere ich: Das Bundeskabinett wird um zwei CDU-Minister aus Nordrhein-Westfalen erweitert. Das Vorschlagsrecht hat Jürgen Rüttgers. Die NRW-Minister besetzen die neu zu schaffenden Ministerien für Frohsinn und Klüngel-Prävention.
(Sie KÖLN uns mal - Kolumne für www.koeln.de)