Mir kann das alles egal sein, ich habe jetzt meine eigene Bank. Die ist stabil, steht wirklich fest, und die Aussicht ist blendend. Mein Tipp: Schaffen Sie sich doch auch eine Bank an!
In Köln ist das nämlich ganz einfach: Wenden Sie sich an die Kölner Grün-Stiftung, stiften Sie 730 Euro (oder lassen sich beschenken) und schon können Sie Bankbesitzer werden, einer Bank nämlich, die in Kölns öffentlichen Grünanlagen aufgestellt wird und auf der ein Schild mit Ihrem Namen prangt.
Die Kölner Grün-Stiftung schreibt auf ihrer Homepage: “Das historische Kölner Grünsystem ist in seiner Art in Deutschland einzigartig und von größter städtebaulicher, ökologischer und kulturhistorischer Bedeutung. Der Innere und der Äußere Grüngürtel sowie deren radiale Verbindungen, wie z. B. der Lindenthaler Kanal, sind beispielhafte Zeugnisse von Gartenbaukunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein mittlerweile 2000 Hektar großes Kulturgut mit hohem Erholungswert für alle Bürger Kölns.
Die Stadt Köln stellte zwar in den 80er Jahren das Kölner Grünsystem unter Denkmalschutz, wandte aber immer weniger Geld und Mühen für die Erhaltung und Pflege auf. Das Grün vergammelte. Um diesen Zustand zu stoppen und eine Kehrtwende herbeizuführen, gründeten Paul Bauwens-Adenauer und Dr. Patrick Adenauer 2004 die ‘Kölner Grün Stiftung’.
Ziel ist es, mittels dieser Kölner Grün Stiftung zum einen das Bewusstsein der Menschen und der Politik für dieses einmalige Kulturgut zu verstärken, und zum anderen geeignete Maßnahmen zur Verbesserung des Zustandes der Anlagen zu fördern.”
“Meine” Bank steht im Stadtwald am Decksteiner Weiher nicht weit vom Geißbockheim des 1. FC Köln, wo ich vor kurzem einen runden Geburtstag feierte. “Meine” Bank war ein Geschenk meiner Frau, die die Idee hatte, meiner Familie und meiner Freunde, klar, dass meine Jogging-Runden jetzt regelmäßig an “meiner” Bank vorbeiführen und dass ich im Umfeld für Sauberkeit sorge. Ein kleiner Nebeneffekt dieser sehr erfolgreichen Aktion.
Die Bläck Fööss haben inzwischen genau so eine Bank wie der anonyme Spender, der eine Bank im Gedenken an seine Kindheit in Braunsfeld aufstellen ließ. Eine Apotheke setzte für ihre Kunden eine Bank ins Grüné, und neben meiner Bank gibt es Bänke von der Polizei und von einer “kölschen Piratin”, die ich noch nicht kennengelernt habe.
Wenn Sie jetzt Lust auf Ihre eigene Bank bekommen haben, mehr Infos finden Sie auf der Website der Stiftung unter http://www.koelner-gruen.de.
P.S. Gesucht werden übrigens auch Spender für Abfallkörbe, die sind mit 710 Euro fast so teuer wie die Bänke.
